Schlagwort: krafttraining

  • Anschlusstraining nach der Physiotherapie in Hannover

    Wenn die Therapie endet, fehlt oft der nächste Schritt

    Viele Menschen haben nach der Physiotherapie weniger Schmerzen — aber noch wenig Kraft, Belastbarkeit oder Vertrauen in den eigenen Körper.

    Genau dort setzt das Anschlusstraining im Powersports Gym Hannover an.

    Ich arbeite nicht therapeutisch, sondern am langfristigen Aufbau von:

    • Kraft
    • Belastbarkeit
    • Muskulatur
    • körperlicher Leistungsfähigkeit

    Nicht mit Wellness-Zirkeln oder beliebigem Gerätetraining.

    Sondern mit strukturiertem Krafttraining und mit freien Gewichten.


    Für wen ist das geeignet?

    Unter anderem für Menschen mit:

    • Rücken- oder Bandscheibenproblemen
    • Knie-, Hüft- oder Schulterbeschwerden
    • Arthrose oder Osteoporose
    • chronischen Schmerzen
    • Unsicherheit bei Belastung
    • Angst vor schwerem Heben
    • längerer Trainingspause nach Verletzungen oder Therapie

    Besonders Anfänger und ältere Trainierende sind willkommen.


    Worum geht es?

    Nicht um „ein bisschen Bewegung“.

    Sondern darum:

    • wieder Kraft aufzubauen
    • Belastung tolerieren zu lernen
    • Sicherheit im Alltag zurückzugewinnen
    • Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen

    Denn dauerhafte Schonung macht selten belastbarer.


    Wie wird trainiert?

    Das Training wird individuell angepasst.

    Je nach Ausgangslage arbeiten wir unter anderem mit:

    • Kniebeugen
    • Kreuzheben
    • Trageübungen / Farmers Walk
    • Kettlebells
    • Lang- und Kurzhanteltraining

    Dabei geht es nicht um extremes Leistungstraining.

    Sondern um kontrollierte Belastungssteigerung.

    Viele Menschen stellen dabei fest:

    Der Körper kann oft mehr, als man nach Schmerzen oder Verletzungen glaubt.


    Der Einstieg

    Der Einstieg erfolgt über ein Personal Training (ca. 90 Minuten).

    Kosten: 130 € brutto.

    Dabei lernst du:

    • die grundlegenden Übungen mit freien Gewichten,
    • die Trainingsprinzipien,
    • und das Gym selbst kennen.

    Anschließend entscheidest du in Ruhe, ob du weiter im Gym trainieren möchtest.


    Was unterscheidet das Powersports Gym?

    Kein Fitnessketten-Konzept.

    Keine Spiegelwände, keine Sauna, kein Wellness-Marketing.

    Dafür:

    • persönliche Betreuung
    • strukturierte Trainingsplanung
    • regelmäßige Anpassungen
    • feste Trainingszeiten
    • ehrliches Coaching
    • eine ruhige und familiäre Trainingsatmosphäre

    Ich begleite dein Training aktiv und passe es bei Bedarf an — auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrung aus dem Kraftsport.


    Anschlusstraining & Krafttraining in Hannover

    Wenn du nach einer Physiotherapie wieder sicher trainieren, Kraft aufbauen und belastbarer werden möchtest, kannst du gerne Kontakt aufnehmen.

    Powersports Gym Hannover

    Gemeinsam mit meiner Kooperationpraxis NeuroConcept und NeuroAktiv versuche ich allen Menschen, die Krafttraining machen wollen, dies in einer angenehmen Atmosphäre mit einer fachlich möglichst guten Anleitung zu realisieren.

    Die Inhaberin Monique Zander hat mich im Gym besucht um sicher zu gehen, dass ich auch das liefere, was ich verspreche.

    Anschlusstraining nach Physiotherapie • Krafttraining bei Rückenbeschwerden • Krafttraining bei Arthrose • Belastungsaufbau nach Verletzungen • Krafttraining für Anfänger und ältere Menschen in Hannover

    mailto:info@sandmann-powersports.com

  • 10 Jahre erfolgreiche Kooperation mit dem LSN – eine starke Partnerschaft im Krafttraining

    Ich freue mich sehr, heute ein kleines Jubiläum mit euch zu teilen: Seit inzwischen zehn Jahren besteht meine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landesschwimmverband Niedersachsen (LSN). Was 2015 mit ersten gemeinsamen Lehrgängen begann, hat sich über die Jahre zu einer tragfähigen Partnerschaft entwickelt – geprägt von Respekt, Kontinuität und dem gemeinsamen Ziel, Sportler:innen im Schwimmen bestmöglich zu unterstützen.

    Was verbindet uns?

    Bereits in den Anfängen der Kooperation lag der Fokus darauf, Kraft- und Athletiktraining sinnvoll in den Wettkampf- und Trainingsalltag des Schwimmsports zu integrieren. Ich habe mich darauf spezialisiert, Trainingspläne und Methoden sportartspezifisch anzupassen und praxisnah zu vermitteln – stets mit dem Ziel, junge Talente bestmöglich zu fördern.

    Insbesondere war und ist mir wichtig, Trainer:innen zu befähigen, Kraftübungen gezielt in den Trainingsbetrieb einzubetten, ohne den sportartspezifischen Charakter zu vernachlässigen – immer mit Blick auf Athlet*innen.

    Mein Rückblick & Ausblick

    „Mit dem LSN zusammenzuarbeiten war von Beginn an eine echte Freude. Ich wurde immer großartig unterstützt, hatte sehr interessante Diskussionen … So konnte ich vielen Sporttreibenden und Trainern die Grundlagen und meine Passion für das Krafttraining vermitteln.“
    lsn-info.de

    Diese Worte spiegeln meine Empfindung wider: Die Zusammenarbeit war von Anfang an geprägt von Wertschätzung, Offenheit und einer echten inhaltlichen Auseinandersetzung. Mir ist wichtig, dass wir uns nicht auf Erfolgen ausruhen, sondern gemeinsam weiter wachsen – mit neuem Wissen, frischen Impulsen und hoher Praxisnähe.

    Zukünftig möchte ich meine Angebote noch stärker in die Aus- und Fortbildung des LSN integrieren und gemeinsam mit dem Verband Impulse setzen, die im Leistungssport ebenso greifen wie in der Breite.

    Zum Schluss möchte ich mich herzlich bei den Verantwortlichen des Landesschwimmverbands Niedersachsen bedanken – für die langjährige Zusammenarbeit, das Vertrauen und die immer offene, konstruktive Kommunikation.
    Ein besonderer Dank gilt allen, die in den letzten Jahren an dieser Kooperation beteiligt waren: den Trainer:innen, Organisator:innen und Funktionsträger:innen, die meine Arbeit im Bereich Kraft- und Athletiktraining unterstützt und begleitet haben.

    Euer Engagement, eure Offenheit für neue Trainingsansätze und die gemeinsame Leidenschaft für sportliche Entwicklung machen diese Kooperation zu etwas Besonderem.
    Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam fortzusetzen und weiterhin einen Beitrag zur Leistungsentwicklung im niedersächsischen Schwimmsport zu leisten.

  • Krafttraining bei Schmerzen: Vertrauen in den eigenen Körper zurückgewinnen


    Viele Menschen mit chronischen Rücken-, Knie- oder Schulterschmerzen bewegen sich aus Angst vor weiterer Belastung immer weniger – oft verstärkt durch gut gemeinte, aber veraltete Warnungen wie „Schonung ist wichtig“ oder „bloß nicht heben!“. Dabei ist längst wissenschaftlich belegt: Der Körper ist nicht fragil, sondern robust, anpassungsfähig und belastbar – auch bei bestehenden Beschwerden.

    In meiner Arbeit mit Schmerzpatienten im Kraftraum steht genau dieser Perspektivwechsel im Mittelpunkt: Statt passiv auf Besserung zu hoffen, setzen wir auf aktives, kontrolliertes Training – mit freien Gewichten und funktionellen Bewegungen, die gezielt Muskulatur, Koordination und Selbstvertrauen stärken. Studien zeigen klar: Krafttraining ist eine der effektivsten Maßnahmen bei muskuloskelettalen Schmerzen – vorausgesetzt, es wird individuell angepasst und sauber angeleitet.

    Das Ziel:
    Schmerzen reduzieren
    Belastbarkeit steigern
    Vertrauen in den eigenen Körper zurückgewinnen

    Ich verspreche nichts! Nur, dass sich, wenn man sich auf das Training einlässt, ein ganz neues Lebensgefühl einstellen wird. Die Ergebnisse sprechen für sich: Viele meiner Klient:innen berichten schon nach wenigen Wochen über deutliche Verbesserungen (siehe Erfahrungsberichte Rheuma ; Rückenschmerzen) – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Die Erfolgsquote ist hoch, besonders bei Menschen, die zuvor alles andere versucht haben.

    📦 Mehr Infos & konkreter Einstieg:
    Mein PowerSports Schmerzpaket bietet einen strukturierten Weg aus der Passivität – hin zu mehr Kraft, Kontrolle und Lebensqualität.

  • Tennisellenbogen

    Fachbegriff: Epicondylitis humeri radialis

    3D Illustration eines Tennisarms mit Nahaufnahme. www.MedicalGraphics.de CC BY-ND 4.0

    Wenn Krafttraining hilft

    Ein Tennisellenbogen ist schmerzhaft & kann im Alltag aber ganz besonders im Sport (in diesem Fall Bouldern) sehr hinderlich sein. Meine Kundin kam zu mir und bat mich um einen Trainingsplan, der die Arme nicht belasten sollte, da ihre Physiotherapeutin ihr „dringend“ vom Krafttraining abgeraten habe. Bei Verboten, zumindest wenn es meinen Sport angeht, stelle ich fast immer gleich auf stur, es sei denn, sie machen Sinn. Bei Sehnenreizungen machen sie das überwiegend nicht. Und mein Konzept basiert auf Aktivität und der damit verbundenen Heilung. In diesem Fall trainierte die Sportlerin zunächst alle Übungen, die nicht schmerzten. (Ein Schmerz bis ungefähr 6 auf der VAS[1] ist durchaus akzeptabel, nimmt er dann noch zu, sollte man noch einmal prüfen woran es liegt und gegebenenfalls die Übung ändern, ersetzen oder auslassen). Bleibt er gleich oder nimmt sogar ab, dann weiter trainieren.

    Im Anschluss an das reguläre Training, welches aus Kniebeugen, Kraftdrücken und Rudern bestand, arbeitete ich noch mit zwei exzentrischen Übungen für die Unterarmmuskulatur. Bewegung ist Trumpf! Exzentrisches Training ist als überaus wirksam bewiesen und wird inzwischen häufiger angewendet.[2] Zug auf die Sehne ist wichtig, auch zur Regeneration. Schonen sollte nur bei starken Schmerzen und auch dann nur zeitlich begrenzt genutzt werden.

    Meine Philosophie besteht aus dem aktiven Ansatz. Sind wir ehrlich: was anderes bleibt mir ja auch nicht übrig. Denn Medikamente darf & will ich nicht verschreiben und Physiotherapeut bin ich auch nicht. Deshalb versuche zunächst die aktiven Möglichkeiten als Trainer auszuloten.

    Wichtig hierbei ist: egal welche Verletzung/Leiden: ich will den Menschen das Selbstvertrauen in ihren Körper wiedergeben, sie bestärken, motivieren und begeistern. Ein positives Mindset hilft bereits bei der Heilung.  

    In diesem Fall hat es hervorragend funktioniert.

    Hast du auch ein Problem welches lt. Arzt oder Physiotherapeuten ohne Krafttraining gelöst werden soll? Dann schreib mir eine Email und wir besprechen die Möglichkeiten.


    [1] Visuelle Analogskala

    [2] Stasinopoulos, D., Stasinopoulou, K., & Johnson, M. I. (2005). „An exercise programme for the management of lateral elbow tendinopathy.“ British Journal of Sports Medicine, 39(12), 944-947.

    &

    Garten, C. (2023). „Exzentrisches Training bei der Epicondylitis humeri radialis: eine systematische Übersichtsarbeit.“

  • GESUNDHEITSTAG im Powersports Gym

    Denn deine Gesundheit zählt!

    Das Thema

    Gemeinsam mit meinen Freunden und Partnern möchten wir einen Tag veranstalten, der wissenschaftlich aktuelle Hintergründe zu den Themen bietet und durch die Einzigartigkeit der Referenten in einer besonderen Art und Weise präsentiert wird.

    Die Referenten

    Raphael de Lutzel: In Twitter war er lange Zeit bekannt als der „Langhantel- Physio“. Uns verbindet eine schon länger währende Freundschaft. Es gibt wenig Menschen mit denen ich noch lieber fachlich diskutiere als mit Raphael. Zudem hebt er selbst schwere Gewichte und besitzt einen sehr imponierenden Bart. Seine Vorträge sind eine Wucht! Und er versteht es zu begeistern. Lasst euch begeistern!

    Daniel Hannemann: Der Inhaber von Achilles Altona Sport- und Physiotherapie fiel mir durch seinen Podcast „Frag deinen Physio“ auf, in dem er auf äußerst sympathische Weise für den Patienten und Laien einige sehr schwere Themen erklärt. Um einen Eindruck seiner Arbeit zu geben, dürft ihr hier auf der Homepage der Praxis direkt reinhören. Oder auf Spotify. Daniel ist witzig, smart und fachlich äußerst eloquent. Seine Arbeit hilft vielen Menschen mehr über Schmerzen zu erfahren und im als Folge daraus, besser mit ihnen umzugehen. Hört euch sein Lieblingsthema Arthrose an und lernt mehr über diesen uns alle betreffenden Teil des Alterungsprozesses heraus.

    Astrid Bergmann: meine quirlige, nie stillsitzende Lieblingsphysiotherapeutin. Eine Freundin, Lehrerin und Sportlerin in einer Person. Ein Mensch, die nach ihrer täglichen Arbeit in der Physiotherpiepraxis NeuroConcept bereits auf dem Heimweg ihre Nase in die nächsten Bücher und Studien steckt um für ihre Patienten noch mehr aktuelle Wissenschaft bereithalten zu können. Sie lehrt mich viel und ich versuche ihr ein wenig über das gemeinsame Training zurückzugeben. Die Liebe zum Krafttraining und ihr eigener Weg von einer schweren Verletzung, starken Schmerzen zu einer 100 kg Tiefkniebeuge sollte für jeden Patienten ein Vorbild sein. Und das ist sie! Lasst sie an diesem Tag für 30min euer Vorbild sein und lasst euch mitreißen!

    Powersports Gym für euch!

    Das Ergebnis des Tages soll für euch ein Gewinn sein. Das Gym bietet evidenzbasiertes Training. Vollkommen egal ob Präventiv oder Rehabilitativ. Gemeinsam mit meinen starken Partnern in der Physiotherapie arbeite ich ständig daran, mich zu verbessern und jedem Hilfesuchenden die Lebensqualität zu erhöhen.

    Kraft ist toll! Es gibt keinen Ersatz für Kraft! Findet es selbst heraus und kommt ins Gym!

    Bei Fragen gerne an mich: mailto:info@sandmann-powersports.com

    Euer Mark

  • ÖFFNUNG am 31.05.2021

    Am 31.05.2021 ist es wieder soweit! Das Gym macht wieder auf.

    Für Mitglieder

    Für alle Mitglieder, die im November noch den Beitrag gezahlt haben ändert sich nichts. Die Verträge laufen weiterhin und bedürfen keiner neuen Unterschrift.

    Anmeldung: Ihr könnt Ende der nächsten Woche wieder über den Link, den ich euch dann per Gruppenchat in WhatsApp schicke einen Termin buchen. Derzeit sind 7 Plattformen und ein Ausdauergerät (Ruderergo oder Fahrradergo) im Gym nutzbar.

    Für neue Mitglieder & Personal Trainings

    Für Interessenten an einer Mitgliedschaft sowie Personal Training Kunden muss zwingend eine separate Terminvereinbarung getroffen werden. Wer also eine Mitgliedschaft anstrebt, bekommt zunächst ein Personal Training. Unabhängig von der derzeitigen Situation ist für neue Mitglieder ohnehin ein Personal Training vorgesehen um sich kennenzulernen und eine optimale Zusammenarbeit zu garantieren. Diese Praxis ersetzt die „einmalige Einschreibegebühr“ die in gängigen Fitnesstudios verlangt wird. Die Kosten hierfür sind 130,- inkl. MwST.

    Terminvereinbarung Ihr könnt telefonisch, per Mail oder einfach per YouCanBookMe.com einen Termin vereinbaren. Bitte gebt mir ein paar Tage Vorlaufzeit damit ich mich optimal auf euch vorbereiten kann.

    Basic Lift Trainerausbildung 2021

    Die erfolgreiche Trainerausbildung wird voraussichtlich wieder im Spätsommer oder Herbst stattfinden. Bitte informiert euch hier auf der Seite über aktuelle Hinweise oder Terminvorschläge.

  • Sinnvolles Krafttraining bei Osteoporose

    Das Krankheitsbild der Osteoporose stellt seit Jahren eine große Angst für Menschen dar. Häufig betroffen sind Frauen. Aber inzwischen vermehrt auch Männer. Insbesondere ältere Menschen leiden unter einer nicht oder zu spät erkannten Osteoporose. So können die ersten Anzeichen, beispielsweise eine gebrochene Rippe bei einer manuell therapeutischen Anwendung ein bereits fortgeschrittenes Stadium zeigen.

    Der Osteoporose geht eine Osteopenie voraus. Zwar handelt es sich bei letzterer ebenfalls um einen „Mangel“, aber es muss sich aus einer Osteopenie nicht zwangsweise ein Osteoporose entwickeln. In diesem Artikel geht es primär um die schwerere Form, jedoch gelten viele der angesprochenen Ursachen und Therapien auch für die leichtere Form.

    Erstmals aufmerksam auf das Krankheitsbild wurde ich, als ein Mitglied aus dem Powersports Gym seine Nachbarin mitbrachte und mich bat, mit ihr ein Aufbautraining zu absolvieren. Auf meine Frage hin, worin denn das Problem besteht, antwortete sie (55 Jahre), dass sie sich bei einem Sturz beide Köpfe der Oberarme (Humerus Köpfe), also eine beidseitig proximale Humerusfraktur zugezogen hatte. Beide Brüche wurden operativ versorgt und die Narben waren noch deutlich sichtbar. Mein erster Gedanke war direkt: Osteoporose. Denn der Bruch dieses Knochenabschnitts, insbesondere dass es sich gleich um beide Seiten und die dickste Stelle handelte, war ein Alarmsignal. Ich wollte mehr wissen und fragte also direkt: „Du hast also Osteoporose?“. Sie schaute mich böse an und verneinte es energisch. Das hätte man vor Jahren getestet und sie hätte das nicht.

    Ich war mir sicher, wollte mir aber nicht ihren Zorn zuziehen. Somit vermied ich das Thema. Irgendwann jedoch im Laufe des Trainings fragte ich nach dem Sturz selbst. Der hätte tatsächlich schwer sein müssen. Jedoch antwortete sie, dass sie lediglich von der untersten Stufe einer Leiter abgerutscht und gegen die Wand „gestürzt“ sei. Also noch nicht einmal ein ganzer Sturz. Sie hatte sich also eigentlich nur abgestützt.

    Für mich war die Ursache nun eindeutig. Nach dem Training sprachen wir noch ein wenig über die nächsten Schritte und trotz meiner Ahnung, dass sie mir böse sein werde, empfahl ich ihr, einen erneuten Test auf Osteoporose machen zu lassen. Ich sah sie nie wieder, denn sie nahm mir diese Ehrlichkeit äußerst übel. Jedoch erfuhr ich von meinem Gym Mitglied, ihrem Nachbarn, dass sie einige Monate später dann die Diagnose erhielt. Osteoporose!

    Was aber ist dieses Krankheitsbild, welches die Knochen so zerbrechlich macht? Woher kommt es und was können wir dagegen machen?

    Wirbelsäule




    Quelle: mikeingram1Recolored by MJL – Own work based on: SagittalSpineVector.svg, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=87424266

    Knochenaufbau

    Unsere Skelettmuskulatur ist ein Wunderwerk der Natur. Sie ist fest und stark gegen unglaubliche Belastungen. Während des gesamten Lebens ist ihre Beschaffenheit davon abhängig, wie wir sie fordern. Das bedeutet: die Mineralisierung der Knochen, also der Aufbau, wird fester und stärker, wenn sie höheren Druckbelastungen ausgesetzt sind. Unser Knochen bildet sich während unseres gesamten Lebens immer wieder um. Er baut sich permanent um. Ähnlich unserer Muskulatur kann er dann bei einer längeren Unterforderung auch an Qualität, in diesem Fall an Stabilität und Substanz verlieren. Der englische Spruch: „Use it or loose it!“ ist hier mindestens so treffend wie das deutsche Gegenstück: „Quäle deinen Körper sonst quält er dich!“

    So ist die Kombination aus Alter und zunehmend reduzierter Aktivität ein oft zu beobachtender Faktor, für die sich negativ verändernde Knochendichte. Im Volksmund wird Osteoporose auch Knochenschwund genannt.

    Um den Ablauf so einfach wie möglich zu beschreiben: Osteoklasten bauen alte oder nicht mehr beanspruchte Knochensubstanz ab. Osteoblasten ersetzen die alten Teile durch neue. Vielleicht ist die Vorstellung für den Leser einfacher, wenn man sich eine Mauer aus Ziegelsteinen vorstellt. Die Osteoklasten ziehen einen alten Ziegelstein heraus, die Osteoblasten schieben einen neuen Ziegelstein an dessen Stelle. Die Qualität und Stabilität des neuen Ziegels jedoch hängt davon ab, ob dem Osteoblast zuvor das Signal gegeben wurde, dass der neue Stein fester sein muss, um künftige Belastungen auszuhalten. Wird jedoch durch wenig Belastung (z.B. mangelnde Bewegung) das Signal gegeben: „hey, wir brauchen keinen festeren Stein, denn wir haben ja keine Belastung“, wird durch unsere sparsamen, ja fast geizigen Körper, direkt die Order ausgegeben, nicht zu viel Energie und Material in die neue Struktur zu stecken. Dann wird ein poröser Stein eingebaut. Der hält zwar so gerade die Struktur aufrecht, aber sobald irgendwann eine ungewohnte Belastung (z.B. ein Sturz) geschieht, wird er nicht standhalten und brechen.

    Unser Körper ist und bleibt ein Energiesparer. Sachen, die wir nicht brauchen, werden weggespart. Muskulatur und Knochengewebe sind dafür besonders anfällig.

    Diese „Unterforderung“ betrifft auch Leistungssportler. Ich habe nun einige Jahre als Referent beim Landesschwimmverband Niedersachsen Trainer im Krafttraining ausgebildet und versucht dessen Bedeutung insbesondere im Kindes- und Jugendalter zu vermitteln. Besonders leistungsorientierte Schwimmer, die oft mehrere Trainingseinheiten am Tag absolvieren müssen und somit sehr viel Zeit im Wasser verbringen, sind von dieser mangelnden Knochenbelastung betroffen. Der Auftrieb des Wassers reduziert die Belastung für die Knochen und wird noch immer zu häufig von Ärzten als Therapiemethode bei Osteoporose empfohlen und verordnet.  

    Knochenabbau

    Wie kann man sich nun den Abbau genau vorstellen? Auch hier mit Hilfe der Osteoklasten und Osteoblasten. Eine Eselsbrücke wäre: Osteoklasten klauen, Osteoblasten bauen. Ähnlich der Mauer ist, wenn man sich den spezifischen Abbau vorstellen möchte, ein simpler Barhocker ein gutes Beispiel. Neben den Längsstützen gibt es immer auch Querverbindungen. Häufig in Form eines Rings, welcher die Längsstützen verbindet. Im Falle eines Knochenabbaus würde dieser Ring zuerst abgebaut. Daher resultieren also die Deckeneinbrüche bei Wirbeln.

    Knochen Osteoporose




    Quelle: Partynia – Eigenes Werk German version of File:Vertebral osteoporosis.jpg by Δρ. Χαράλαμπος Γκούβας, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76717216

    Woher kommt Osteoporose?

    Dieses Krankheitsbild kann eine, aber auch mehrere Ursachen haben. Die gängigsten sind wohl: Bewegungsmangel und schlechte Ernährung. Zudem sind hormonelle Einflüsse (z.B. Wechseljahre) und genetische Disposition ein entscheidender Faktor. Auch in Form einer Nebenwirkung von Medikamenten kann eine Osteoporose entstehen. Häufig wird ein Calciummangel festgestellt, aber auch dieser kann durch schlechte Ernährung auftreten.

    Stürze

    In jeder Familie ist bestimmt schon mindestens einmal der Satz gefallen, der folgende Worte enthielt: „…ist gestürzt und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen.“ Unabhängig davon ob es sich um die Großmutter oder den Großvater handelt, immer sind es die Brüche, die nach Stürzen geschehen. Die Osteoporose zeigt wie in meinem Beispiel oben, dass der Sturz nicht einmal schwer sein muss.

    So wird in der allgemeinen Osteoporose Prävention empfohlen, die Wohnung „sturzsicher“ zu gestalten. Was bedeutet das genau?

    Jedoch beginnen die eigentlichen Probleme erst dann, wenn die Betroffenen die eigene und sichere Wohnung verlassen. Draußen lauern die Gefahren, die für normale Menschen kaum eine Bedrohung darstellen. Bordsteine, vereiste Pfützen, unebene Wege, ein Grasbüschel zwischen den Steinplatten usw.

    Letztendlich zählt bei der Verhinderung von Verletzungen die Fähigkeit die Stürze entweder durch gute Reflexe und einer stabilen körperlichen Verfassung zu verhindern oder zumindest die Gefahr eines Bruchs bei einem Sturz durch das Abfangen zu verhindern.

    Gehen wir davon aus, dass ein Mensch stürzt. So ist eine schnelle und starke Muskulatur notwendig um den Sturz abzufangen. Ein Reflex der Beine, also beispielsweise ein schneller Schritt zur Wiedererlangung des Gleichgewichts wäre die erste Möglichkeit. Arme und Schultern sind die letzte Möglichkeit den Sturz abzufangen und das eventuelle Aufschlagen des Kopfes auf dem Boden zu vermeiden. Sind jedoch Muskeln und Knochen sprichwörtlich durch Schonung verkümmert, so wird jeder Rettungsversuch in einer Verletzung resultieren. Bei einem Sturz wirken teilweise die Kräfte des vielfachen des eigenen Körpergewichts.

    Wassergymnastik und andere Therapiemethoden

    Auf vielen Internetseiten wird zwar für „mehr Bewegung“ plädiert, jedoch dann die wohl schädlichste Form empfohlen. So sprechen die Seiten von Schwimmen und Wassergymnastik. Zwar ist es richtig, dass es besser ist sich zu bewegen als keine Bewegung zu haben, jedoch ist der in dieser Überlegung vernachlässigte Aspekt des Wasserauftriebs ein sogar äußerst gefährlicher Aspekt.

    Der Knochen wird durch den Auftrieb kaum belastet. Und auch anstrengende Bewegungen oder Übungen im Wasser sind wenig förderlich. Im Prinzip ist der Körper nahezu ohne Eigengewicht. So ist sogar ein Spaziergang nützlicher als eine Wassergymnastik- oder Schwimmstunde. Vergleichbar ist dies mit der Schwerelosigkeit im All. Astronauten müssen vor und nach der Zeit im Weltraum ihre Körper insbesondere gegen eine drohende Osteoporose vorbereiten.

    Es werden auch Sturzprophylaxe und Funktionstraining angeboten.

    Ernährung gegen Osteoporose

    An dieser Stelle möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Denn zum einen ist es nicht mein Fachgebiet und zum anderen würde es zu viele Diskussionen über die Ernährungsformen (vegan, vegetarisch etc.) vom Zaun brechen. Deshalb nur so viel: eine ausgewogene Ernährung ist empfehlenswerter als eine strenge Ernährungsform oder Diät. Dabei möchte ich es an dieser Stelle belassen.

    Training als Therapie gegen Osteoporose

    Es fällt nun eigentlich nicht schwer den Bogen zum Krafttraining zu schlagen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Fakt ist, der Knochen, die Muskeln, die Bänder und Sehnen werden beim Krafttraining mit freien Gewichten optimal belastet und somit in ihrer stetigen Entwicklung günstig beeinflusst. Zudem ist diese Form des Trainings unter einer fachlichen Anleitung relativ leicht zu erlernen und besonders gut zu kontrollieren.

    Krafttraining mit freien Gewichten trainiert das zentrale Nervensystem, das Gleichgewicht und Muskeln optimal.

    Im Prinzip gibt uns unsere Physiologie die Trainingsmethode vor. Um es einfach zu halten. Im Alltag wird es selten vorkommen, dass wir lange und langsam durch die Gegend laufen. Was aber häufiger vorkommt ist, dass wir mit schweren Einkäufen Treppen steigen, dass wir in einem kurzen Sprint dem Bus hinterherlaufen, unseren Enkel hochheben etc.

    Für diese Tätigkeiten brauchen wir die anaerobe Ausdauer welche direkt mit dem entsprechend starken und schnellen Muskelfasertyp (Typ IIb) verbunden ist. Für eine schnelle und kräftige Reaktion ist jedoch nicht die langsame und schwache Muskulatur (Typ I Faser) zuständig. Somit wäre es sinnlos eine Struktur zu trainieren, die uns kaum bis gar nicht bei einer Alltagssituation hilft.

    Es bleibt also eine Trainingsform, die zum einen die anaerobe Ausdauer (kurze sehr hohe Belastung) und zugleich die Maximalkraft trainiert.

    Eine Kombination aus Maximalkrafttraining und anaeroben Ausdauertraining stellt somit die beste Wahl dar.

    Krafttraining bei Osteoporose

    Wie kann das aussehen?

    Ein Training mit Gewichten, ein Training gegen Widerstände, sofern es fachlich angeleitet wird, stellt wohl die effektivste Methode dar, die individuelle Belastungsfähigkeit zu steigern. Die Grundübungen wie Tiefkniebeuge und Kreuzheben, Kraftdrücken und Rudern mit der Langhantel sind die anderen fundamentalen Übungen, welche den ganzen Körper trainieren und uns auf die Anforderungen des Alltags vorbereiten.

    Dazu empfiehlt sich ein anaerobes und damit hochintensives Training für den Ausdauerbereich. Hier ist das HIIT (Hochintensitäts Intervalltraining) besonders zu empfehlen. Im Spitzensport angewendet zeigt es insbesondere im Gesundheitsbereich in den letzten Jahren seine unglaubliche Überlegenheit.

    Es werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen trainiert man die Ausdauer die wir im Alltag brauchen, zugleich wird damit auch die notwendige Muskelfaserstruktur (Typ IIb) angesprochen. So trainieren wir doppelt effektiv.

    Krafttraining

    Mit den grundlegenden Übungen für die Kräftigung gehören sogenannte Komplexübungen wie Tiefkniebeuge, Kreuzheben, Kraftdrücken und Rudern mit der Langhantel. Diese sind äußerst gut zu erlernen und optimal zu kontrollieren. Sofern die Bewegungsqualität nach einigen Einheiten zunimmt darf auch mit Last gearbeitet werden. An diesem Punkt besteht auch der einzig wahre Unterschied zum Spitzensportler. Nämlich in der Aspekt der individuellen Lastgestaltung. Ein Spitzensportler führt die Übung Kreuzheben z.B. mit 200 kg aus, ein Hobbysportler mit 100 kg und ein/e Osteoporose Patient/in vielleicht mit 20 kg. Das ist aber überhaupt nicht wichtig. Bedeutender ist, dass es für die Person selbst eine reizintensive Last darstellt.

    Primär geht es nämlich um die Ausführung. Letztendlich wird die Qualität durch zwei Faktoren bestimmt: Mobilität und Bewegungsqualität. Und mit einer professionellen Anleitung, kann beides in relativ kurzer Zeit erlernt werden. Passen diese beiden Faktoren, muss Last hinzugefügt werden. Das ist unumgänglich.

    Krafttraining unterstützt in jedem Alter Mobilität und Bewegungsqualität

    Wer kann Kraft mit freien Gewichten traineren?

    Einfach gesagt: Jeder! Es gibt das wenig Einschränkungen. Fakt ist, dass wie oben bereits erwähnt, jeder Mensch individuell trainieren wird. Diese Individualität bezieht sich aber keinesfalls auf die Übungsauswahl, sondern lediglich auf die Intensität. Jede/r Sportler/in wird die tiefe Kniebeuge ausführen. Aber während Sportler A sie mit 80 kg durchführt, beugt Sportler B aufgrund des fortgeschrittenen Alters eben nur mit 40 kg. So einfach ist es. Ist die Bewegungsqualität sehr hoch, darf noch mehr Last hinzugefügt werden. Und schon ist das Training individuell und sinnvoll.

    Bei Fragen nach dem Training gegen Osteoporose, ruft mich einfach an, oder schreibt mir eine Email.

    Mobil: 0174 / 68 333 23

    Email: info@sandmann-powersports.com


  • Das kostenlose Wundermittel zur Gesundheit im Alter!

    Arzt zum Patienten: „Tja, ich habe die Ergebnisse Ihrer Untersuchung. Wir wissen jetzt was Ihnen fehlt.“

    Patient: „Herr Doktor – Koste es was es wolle! Ich möchte das wirksamste Medikament auf dem Markt!“

    Arzt: „Nun, in ihrem Fall hilft da die Umstellung der Ernährung und 2x die Woche Krafttraining!“

    Patient: „Herr Doktor – Koste es was es wolle! Ich möchte das zweitwirksamste Medikament auf dem Markt!“

    ⇒ Workshop zum Thema: 05. & 6. Mai 2018 mit Raphael und Mark ⇐

    So lustig dieser Dialog auch ist, aber wir alle können hier bestimmt uns selbst oder einen geliebten Menschen wiedererkennen, der sich radikal gegen die einfachste und wirksamste Methode auf diesem Planeten sträubt.

    Das Heilmittel heißt: Krafttraining.

    Erzählt man Menschen mit Gebrechen oder Schmerzen von Krafttraining als wirksame Methode zur Heilung[1] ihrer Leiden, erlebe ich oft das „Durchzugsphänomen“. Der Gegenüber schaut nur und lässt die Worte von einem Ohr zum anderen durchziehen. Ohne sie auch nur ansatzweise verstehen zu wollen.

    In der heutigen Zeit wird viel zu wenig Wert auf die Entwicklung von körperlicher Kraft gelegt. Viele Menschen sind der Meinung: „Starke Menschen sind dumm“ oder „Kraft ist überflüssig“. Besonders die Fraktion der „ich mach‘ schon genug Kraft am Tag“ ist sehr aktiv in der Abwehr gegen ein zusätzliches und notwendiges Krafttraining.

    Der Satz „Ich brauche kein Krafttraining!“ ist wohl der häufigste, welchen ich mir in meiner Tätigkeit als Gesundheitstrainer anhören musste. Erstaunlicherweise sind es dann genau diese Menschen, die mit alltäglichen Aufgaben vollkommen überfordert sind. Treppensteigen, Einkäufe tragen, Möbel verrücken. Sie vermeiden Belastung wo sie nur können. Alles ist zu viel. Selbst das tägliche „Topf aus dem oberen Schrank holen“ wird zur „Kraftanstrengung“.
    Aber wieso ist das so? Wieso, wenn doch all diese Menschen behaupten, sie würden tagsüber „schon genug tun“. Sie behaupten mit fester Überzeugung: „Ich muss kein zusätzliches Krafttraining absolvieren!“

    Doch wie sieht dann der Alltag dieser Menschen aus? (Kurzer Tipp: es ist überall zu beobachten)

    Es wird nach jeder Möglichkeit gesucht, Anstrengungen zu vermeiden. Denn nach jahrelangem „genug tun[2]“ sind die entsprechenden Muskeln vollkommen verkümmert und mit jeder Aufgabe überfordert. Jeder beliebige Grund für Vermeidung und Schonung wird sofort genutzt. Aber es herrscht große Verwunderung, wenn man nach und nach immer weniger fähig ist, sich zu bewegen. Auch, dass jede noch so alltägliche Bewegung langsam aber sicher eine körperliche Herausforderung darstellt, ist kein Grund umzudenken. Es wird einfach mehr gejammert und noch mehr geschont[3] (denn man überlastet sich ja sonst). Diesen Aspekt entschuldigt man dann mit dem Alter. Anstatt also dagegen anzugehen, wird weiter jede Belastung reduziert. Der Teufelskreis beginnt (Abbildung 1 Der Teufelskreis).

    Erste Anzeichen rechtzeitig erkennen

    Wir alle haben diese Art von Menschen im Umfeld. Vor allem Freunde und Familie. Wer die Anzeichen erkennt ist vielleicht wie ich geneigt einzugreifen. Leider muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass hier die Erfolgsquote doch äußerst gering bleibt.

    Hierfür habe ich ein besonders erschreckendes Beispiel: ein Mann und seine Söhne standen um dessen neuen Computer herum und hörten seinen begeisterten Aussagen zu, wie toll dieser neue Rechner nun sei. Einer der Söhne bemerkte auf dem Bildschirm ein unbekanntes Symbol und fragte danach. Der Mann sagte: „Das ist ein Programm, welches automatisch erkennt, ob der DVD Player noch offen ist und schließt ihn dann automatisch. Dann brauch ich meinen Arm nicht immer so hoch heben.“

    Der Ausspruch: „…wenn ich das habe, dann muss ich ja nicht mehr…“ fiel besonders oft im Leben dieses Mannes. Er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes „kaputtgeschont“. Heute ist die traurige Realität: Höher als auf Brusthöhe kann der Mann keinen seiner Arme mehr heben. Auch die schon vor Jahren begonnene Intervention der Söhne, der Mann solle sich bewegen, führte lediglich dazu, dass er noch mehr Tabletten nahm, nach noch mehr „Wundermitteln“ suchte und sich noch mehr schonte.

    Die Folgen der permanenten Schonung sind für uns Menschen so banal wie erschütternd: Der Mensch stürzt auf barrierefreien Flächen. Und selbst auf den Boden setzten und wieder aufstehen ist im gehobenen Alter eine unwahrscheinliche Anstrengung und häufig nicht mehr möglich. Die dafür benötigte Muskulatur wurde jahrelang (!) nicht genutzt. Wie also sollte sie auch auf Anhieb (z. B. bei einem Sturz) funktionieren?

    Nach 30 Jahren Inaktivität wird dann die Ausrede genutzt: „Ich bin ja auch alt“.

    Aber ist Alter ein Grund für die Zurückbildung von körperlicher Fähigkeit?

    Ist Alter ein Grund dafür, dass man keine Kraft mehr trainieren kann?

    Lassen Sie uns das etwas näher betrachten!

    Kraft ist immer trainierbar. Ja, selbst im hohen Alter[4]. Das heißt nicht, dass man mit 80 Jahren dieselben Werte erreichen muss wie ein 25jähriger. Aber es bedeutet, dass man mit einem guten Krafttraining den Alltag leichter bewältigen kann und sich keine Grenzen mehr setzen muss, weil man irgendetwas vielleicht körperlich nicht mehr schafft. Viele Menschen scheuen den Start genau deswegen. Sie haben eine Erwartungshaltung. Diese gibt ihnen die Werte eines 25jährigen als Ziel vor. Aber das ist weder Sinn noch Zweck! Und es ist nicht sinnvoll so zu denken. Ich selbst definiere Kraft primär als folgendes: Der Mensch ist stark genug, wenn er im Alltag keine Hindernisse oder Einschränkungen mehr hat. Wenn Dir im Alltag nichts mehr schwer fällt, bist du stark genug! Erst dann, hast Du wirklich „genug getan“!

    Krafttraining Senior

    Die Fraktion der „ich mach schon tagsüber genug“ ist in der westlichen Welt besonders breit vertreten. Die häufigsten Aussagen (Ausreden), die ich höre, wenn mir Menschen über ihre Leiden berichten sind:

    ICH…

    • …bin jeden Tag im Garten
    • …gehe jeden Tag mindestens eine Stunde spazieren
    • …arbeite genug im Haushalt
    • …du hast ja keine Ahnung, was ich alles mache
    • …ich habe keine Zeit für Training

    Meine Frage bleibt dann weiterhin bestehen: Wieso leiden diese „ach-so-aktiven-Menschen“ trotzdem an den Zivilisationskrankheiten (z. B. Rückenschmerzen), die durch mangelnde Bewegung hervorgerufen werden?

    Die Antwort ist einfach: Die von den Menschen selbst bestimmte „Belastung“, die dann als Ausrede genutzt wird, reicht nicht aus. Aus der Trainingslehre wissen wir, dass ein Trainingsreiz (also ein Reiz, der eine positive Anpassung zur Folge haben soll) „überschwellig“ sein muss.

    Wer jedoch jeden Tag dieselbe Tätigkeit ausübt und sich niemals gezielt „überlastet“, wird keine Anpassung mehr erfahren. Der Körper baut dann allmählich ab. Weil er keinen Nutzen in dem sieht, was nicht genutzt wird.

    Wenn also jeden Tag im Garten ein paar Pflanzen gegossen werden und vielleicht die Auflagen gewechselt werden, so wird das niemals als Belastung ausreichen. Der Körper verkümmert. Die Folge ist dann, dass die Gießkanne irgendwann nicht mehr vollständig gefüllt wird, da sie ja so schwer ist. So geht es dann immer weiter bergab.

    Man fordert seinen Körper nicht. Und das unterfordert ihn. Er baut ab, weil er keinen Sinn darin sieht, Muskelmasse und Fähigkeit weiterhin mit wertvoller Energie zu versorgen. Denn unsere Körper sind Energiesparer. Sobald etwas nicht verwendet wird, wird es wegrationalisiert. Deshalb verlieren passive Menschen an Muskelmasse und Kraft, wenn sie diese nicht nutzen. Fähigkeiten müssen trainiert werden. Muskeln also auch!

    Noch einmal: es geht im Alter nicht darum sich mit den jüngeren zu messen oder gar sich an ihren werten zu orientieren. es geht einzig und allein um die Zielstellung den Alltag und das Leben insgesamt leichter zu gestalten und die Gesundheit zu unterstützen (bzw. sogar zu verbessern!)

    Seniorin im Krafttraining mit der Langhantel

    Wer seine Kraft trainiert, der tut noch viel mehr für sich als er bisher ahnt. Was sonst bringt so unfassbar viele positive Effekte mit so einfachem Aufwand?

    Folgende sind besonders wertvoll:

    • Erleichterung des Alltags
    • Verbesserung sportlicher Leistungen
    • Stärkung des Immunsystems
    • Verhinderung / Linderung „körperlicher Gebrechen“ und „Zivilisationskrankheiten“ wie z. B. Rückenschmerzen
    • Osteoporose Prophylaxe
    • Arthrose Prophylaxe
    • Bluthochdruck vermeiden
    • Diabetes entgegenwirken
    • Besseres und gesünderes Aussehen
    • Vitalität
    • Verbessern des Selbstbewusstseins
    • Krebsprophylaxe
    • Linderung von Depressionen

    Wer mit Lasten arbeitet, also Widerstandstraining ausführt, wird sich sehr bald von vielen seiner alltäglichen Leiden verabschieden können. Entscheidend hierbei ist die fachliche Anleitung. Edukation, also die Schulung und Ausbildung der Sporttreibenden, die Erstellung von Trainingsplänen und Übungsanleitung stehen im Vordergrund.

    Erleichterung des Alltags: Mit freien Gewichten kann eine deutliche Optimierung von Bewegungsabläufen und Kraftwerten erreicht werden. Im Alltag kann das jederzeit von Nutzen sein. Das Tragen eines Kasten Wassers, das Umstellen von Möbeln und vieles mehr wird zu einem nebensächlichen Geschehen.

    Verbesserung sportlicher Leistungen: Ein Sport ohne Krafteinsatz ist nicht vorstellbar. Für jede Bewegung, die wir ausführen, benötigen wir Kraft. Je stärker wir sind, desto besser. Sprünge werden höher und Sprints werden schneller. Denn wie, wenn nicht mit Kraft, bewegen wir uns fort?

    Stärkung des Immunsystems: Training härtet ab. Der Angriff auf das Immunsystem im Training bedeutet jedoch auch gleichzeitig eine Verbesserung des Immunsystems. Beim Krafttraining werden Stoffe wie Glutamin produziert, die das Immunsystem stärken. Außerdem wird die Produktion einer Vielzahl von Hormonen angeregt (beispielsweise Testosteron).

    Verhinderung „körperlicher Gebrechen“ und „Zivilisationskrankheiten“: Das Training kann den Alltag zu einem schmerzfreien Erlebnis wandeln. Rückenschmerzen, Schulterschmerzen und viele andere Erscheinungsformen der heutigen Zivilisationskrankheiten, werden effektiv bekämpft und teilweise vollständig reduziert. Nur das „Nicht-tun“ bringt uns diese Schmerzen. Das Training verhindert diese.

    Osteoporose Prophylaxe: Belastung stärkt den Knochen. Wer sich schont wird zwangsläufig all die Leiden erleben, welche mit Untätigkeit verbunden sind. Unser Körper lebt von Be- und Entlastung. Deshalb sollte aus prophylaktischer Sicht ein entsprechendes Krafttraining mindestens 2x pro Woche ausgeführt werden.

    Arthrose entgegenwirken: Mittels Krafttraining wird eine signifikante Schmerzreduktion erwirkt. Tatsächlich erhöht Krafttraining die Lebensqualität von Arthrose Patienten.

    Bluthochdruck: Ein häufiger Grund für Bluthochdruck (einer von vielen[5]) ist Stress. Intensives Krafttraining wirkt Stress entgegen.

    Diabetes entgegenwirken: Mit der durch Krafttraining erhöhten Muskelmasse[6] verbessert sich die Insulinsensitivität und das Diabetes-2-Risiko wird signifikant reduziert.

    Besseres und gesünderes Aussehen: Den offensichtlich positiven Eigenschaften wie der erhöhten Muskelmasse (also auch Muskelqualität) und Reduktion von Körperfett kommt häufig noch der Faktor Ernährung und Lebensweise hinzu. Denn ein sich selbst bewusster und aktiver „Kraftsportler“ ernährt sich gesund und sorgt für eine optimale Regeneration.

    Vitalität: Wer stark ist, der ist auch aktiv. Wer aktiv ist, der hat Tatendrang. Körperlich und geistig mit der Umgebung mitzuhalten. Z. B. als Großelternteil mit den Enkeln aktiv zu spielen. Der coole Opa zu sein, der jeden Spaß mitmachen kann, wenn er will. Man spürt Krafttraining im Alltag.

    Verbesserung des Selbstbewusstseins: Es ist unbestritten, dass starke Menschen auch selbstbewusst sind. Eine gesunde und ausgeglichene Lebensweise, die zudem auch viele Komplimente von Mitmenschen bewirkt, zeigt positive Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl.

    Krebsprophylaxe: Krafttraining lindert krebsbedingte Erschöpfung. Die wohl überraschendste Entdeckung der letzten Zeit ist folgende: Im Körper trainierender Patienten wurden deutlich aktivere Abwehrzellen gegen Tumore festgestellt. Die Abwehrkräfte gegen Krebs sind dann im wahrsten Sinne des Wortes stärker.

    Linderung von Depressionen: Aktivität heilt auch psychische Leiden. Sport ist wichtig für unseren Gemütszustand. Wer das einmal probiert hat, wird feststellen: Nach der Anstrengung geht es einem unglaublich gut, egal wie es davor war. Muskeln haben eine „reinigende“ Wirkung. Denn Kraft reduziert Stress und die damit verbundenen depressiven Symptome.

    Krafttraining ist das wirksamste „Schmerzmedikament“: Wirksamer sogar als Opiate (Morphin, Codein, Oxycodon etc.), wirksamer als Paracetamol oder die Anwendung von NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika)

    Und sicher noch mehr[7]…: Dies sind die gängigsten Leiden, aber es gibt sicher noch mehr worauf ein gezieltes Krafttraining positive Effekte zeigen wird. Deshalb kann nur empfohlen werden, stets gegen Widerstände zu arbeiten um glücklicher und gesünder zu werden. Für Alltag und Sport. Und für ein gesundes und aktives Leben auch im hohen Alter.

    Natürlich hat weiterhin der Spruch: „Sportler leben nicht länger, sie sterben nur gesünder“ seine Berechtigung.

    Ist es nicht erstrebenswert bis ins hohe Alter voller Tatendrang und der Fähigkeit zu sein, sich zu bewegen?

    Im biopsychosozialen Modell wird, vereinfacht gesagt, die Theorie von der „Körper-Seele-Einheit“ (body mind unity) gelehrt. Addiert man dazu das Modell des „Aktivitäten des täglichen Lebens“, führt dies unweigerlich zu einem Punkt, an dem man seine eigene Situation überdenken sollte. Tut man wirklich genug, um auch weiterhin ohne Einschränkungen leben zu können? Wie kann ich gewährleisten, dass ich möglichst lange ohne Probleme lebe? Die Antwort auf diese Fragen ist einfach. Krafttraining gewährleistet das in einem besonders hohen Maß.

    MACHEN SIE DEN SELBSTTEST!

    Wie finden Sie selbst heraus, ob sie „genug tun“? Denken Sie einmal an Ihren Alltag. Gibt es dort Dinge, die Ihnen schwer fallen? Unternehmungen oder Aufgaben, welche Sie nicht allein lösen können? (Gardinen aufhängen, Kochtopf aus dem Schrank holen, Gurkengläser öffnen etc.). Oder die Sie komplett meiden, weil Sie ihnen unangenehm oder zu anstrengend sind? (Kiste mit Weihnachtsschmuck vom Dachboden holen, Fahrrad in den Keller tragen etc.). Sofern es im normalen Alltag etwas gibt, was Sie nicht schaffen, wobei Sie Hilfe brauchen oder Unternehmungen und Aufgaben, die Sie  vermeiden (aus welchem Grund auch immer), machen Sie faktisch nicht genug. So einfach ist das!

    Ich gebe ihnen hier noch ein paar Beispiele:

    • Wasserkisten tragen
    • Reifenwechsel am KFZ
    • Möbel verrücken/tragen
    • Treppen anstelle des Aufzugs nutzen
    • Das Enkelkind auf den Arm nehmen
    • …Ihnen fallen bestimmt noch mehr Beispiele ein

    Viele ältere Menschen behaupten, sie könnten diese einfachen Sachen nicht mehr, weil sie alt wären. Erstaunlicherweise habe ich in meinem Leben viele ältere Herrschaften kennengelernt, die sich dem Sport verschrieben haben, und mit den alltäglichen Dingen eben überhaupt keine Probleme hatten.

    Das Bundesministerium für Gesundheit hat in seinem Ratgeber sehr einfache und deutliche Empfehlungen für die allgemeine Aktivität gegeben.

    Für „ältere Erwachsene“ (ab 65 Jahren) wird empfohlen:

    • Wöchentlich mindestens 150 Minuten aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität

    Oder

    • Wöchentlich mindestens 75 Minuten aerobe körperliche Aktivität mit höherer Intensität

    Oder

    • Wöchentlich aerobe Aktivität in entsprechenden Kombinationen beider oben genannter Intensitäten

    UND

    • Dabei die Gesamtaktivität in mindestens 10-minütigen einzelnen Einheiten verteilt über Tag und Woche sammeln (z.B. mind. 3×10 Minuten/Tag bzw. 5×30 Minuten/Woche)

    Zudem sollten „ältere Erwachsene“ mit Mobilitätseinschränkungen an mindestens 3 Tagen in der Woche Gleichgewichtsübungen zur Sturzprävention durchführen

    Außerdem sollten „ältere Erwachsene“ an mindestens 2 Tagen pro Woche eine muskelkräftigende Aktivität (z. B. gezieltes Krafttraining) durchführen

    „Ältere Erwachsene“, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht entsprechend den Empfehlungen körperlich aktiv sein können, sollten sich so viel bewegen, wie es ihre aktuelle gesundheitliche Situation zulässt.

    Leider wird der letzte Absatz für 90% der Menschen, die ihn lesen, so ausgelegt: „Ich kann mich nicht bewegen, also lass ich es.“

    Was er eigentlich bedeuten soll: „Du kannst viel mehr, als du derzeit tust. Also beweg dich!“

    ⇒ Workshop zum Thema: 05. & 6. Mai 2018 mit Raphael und Mark ⇐

    „Und doch geht denen, die ihren Körper gut ausgebildet haben, alles viel besser von Statten, als denen, welche ihn vernachlässigt haben“

    – Sokrates

    (aus Erinnerungen an Sokrates von Xenophon)

    [1] In verschiedenen Metaanalysen wurden Schmerztherapien verglichen. Trainingstherapie stand im Ergebnis um ein vielfaches höher als NSAR, Opiate, Paracetamol etc. Es liegt also nahe, dass wir mit Training deutlich besser beraten wären als mit medikamentösen Therapien. Die Bequemlichkeit und fehlende Edukation bringt die Menschen dazu, gesundheitsschädliche Medikamentenbehandlung (z. B. Nebenwirkungen) zu bevorzugen, da sie zwar Geld aber kein Handeln erfordert.
    [2] Achtung: Die Definition für das gesellschaftlich weit verbreitete „genug tun“ ist mir trotz jahrelanger Praxis und theoretischer Nachforschung bis heute nicht klar, aber die Menschen, die behaupten „genug zu tun“, kennen die Normative dazu scheinbar sehr genau. Hingegen sind die Anforderungen und Bedingungen von „intensivem Training und Krafttraining“ durchaus sehr leicht zu bestimmen.
    [3] Wenn ein Mensch täglich 8 Std. in seinem Sessel sitzt, sich ausschließlich zur Notdurft und zum Essen kurzfristig bewegt, möchte ich gern wissen, warum man noch von einer notwendigen Schonung spricht. Schonen von welcher Belastung?
    [4] Hierzu finden Sie die Studien im Anhang ganz am Ende des Textes
    [5] Familiäre Veranlagung für Hypertonie, kardiovaskuläre Erkrankungen, Übergewicht, Alkohol, Rauchen, Bewegungsmangel
    [6] durch Krafttraining wird man nicht zum Profibodybuilder. Die Erhöhung der Muskelmasse wird nie drastisch sein
    [7] Parkinson: bereits in einer 8-wöchigen Studie fanden sich positive Effekte im Hinblick auf dynamische Balance und den Erschöpfungsgrad mit Parkinson. Effects of a resistance training program on balance and fatigue perception in patients with Parkinson's disease: A randomized controlled trial. 
    Hier nachzulesen

    Studien und Nachweise

    Wer sich für das Thema „Krafttraining im Alter“ begeistert und tiefer in die Thematik einsteigen möchte, der kann sich auch mit den Studien zu dem Thema befassen.

    Hierfür kann ich nur empfehlen, die folgenden Autoren zu recherchieren und deren Studien zu lesen.

    Frontera (Erhalt und Aufbau der Kraftfähigkeit) Strength conditioning in older men: skeletal muscle hypertrophy and improved function

    Fiatarone- Singh (hier besonders der Bereich Hypertrophie, selbst bei Erwachsenen über achtzig Jahren)

    Nice to read:

    Krafttraining im Alter

    Langzeitstudie zu Sport im Alltag… was nicht genutzt wird verkümmert

    Muskeln sind immer in der Pubertät

    The effect of resistance training on markers of immune function and inflammation in previously sedentary women recovering from breast cancer: a randomized controlled trial.

    Resistance training improves fatigue and quality of life in previously sedentary breast cancer survivors: a randomised controlled trial.

    A randomised controlled study of the long-term effects of exercise training on mortality in elderly people: study protocol for the Generation 100 study.

    The Study of Mental and Resistance Training (SMART) study—resistance training and/or cognitive training in mild cognitive impairment: a randomized, double-blind, double-sham controlled trial.

    Effects of a resistance training program on balance and fatigue perception in patients with Parkinson’s disease: A randomized controlled trial

    Resistance versus Balance Training to Improve Postural Control in Parkinson’s Disease: A Randomized Rater Blinded Controlled Study.

    Effectiveness of resistance training on muscle strength and physical function in people with Parkinson’s disease: a systematic review and meta-analysis

    Resistance Exercise for Muscular Strength in Older Adults: A Meta-Analysis

  • Personal Trainer finden

    Personal Trainer finden

    Personal Training macht Spaß
    Personal Training macht Spaß… aber richtig gemacht bringt es auch viel

    Den Personal Trainer zu finden, der Dir wirklich weiterhilft ist wirklich nicht einfach.

    Es ist stets die Überlegung, ob das Geld, welches man für die Termine investiert auch wirklich gut angelegt ist. Du willst eine Enttäuschung vermeiden. Und ja, wenn man eine grundlegende Idee davon hat, was man vom Trainer erwartet und sich dann die in den Medien präsenten „Personal Trainer“ sieht, wird man an einer guten Geldanlage zweifeln.

    Wer richtiges Krafttraining kennenlernen möchte, sollte auch zu einem Krafttrainer gehen. Wer für einen Marathon trainieren will, der sollte sich natürlich auch an einen Lauftrainer wenden usw.

    Wie Du herausfindest, ob ein Trainer auch wirklich für Dich geeignet ist, erfährst Du hier:

    Schritt 1

    Kläre zunächst folgende Fragen für Dich:

    a. Was ist Dein Ziel? (Genau definieren: z. B.: Muskelaufbau, Gesundheit, Schnelligkeit, Ausdauer etc.)

    b. Welche Ausbildung erwartest Du von Deinem Trainer? (Diplom Trainer, Lizenztrainer Fitness…)

    Lizenzen werden am Laufenden Band vergeben. Wer sich damit auskennt weiss, dass einige „Ausbildungen“ an einem Wochenende geschehen. Einige dauern länger, aber haben andere Schwerpunkte. Andere wiederum fantastisch klingende Ausbildungen sind inhaltlich jedoch mehr auf den betriebswirtschaftlichen und weniger auf Trainingslehre ausgerichtet. Was dabei für den Kunden rauskommt kann man sich denken.

    Zudem solltest Du für Dich bewerten, ob der Trainer auch spezialisiert ist. Wenn Du einen soliden Eichentisch von höchster Qualität nach Deinen Vorstellung wünschst, gehst Du ja auch nicht zum Baumarkt. Dort bekommst Du sicher eine Beratung, jedoch sind wir uns alle einig, dass ein Tischler in diesem Fall die besser Wahl wäre, oder?

    Denke immer daran, dass eine hochwertig klingende Ausbildung (dazu gehört auch das Studium) nicht immer gleich ein hochwertiges Training garantieren. In meiner Laufbahn waren die besten Coaches die, die ihren Job eben nicht an Hochschulen studiert haben, sondern mit Leidenschaft und Intelligenz ihren Sport in der Praxis studiert und betrieben haben. Ohne dafür ein Diplom zu erhalten.

    Achte auch darauf, welche Zertifikate er auf seiner Internetseite anpreist. Ich habe bereits die wildesten Kombinationen gesehen. Ein Fitnesstrainer, der eine große Anzahl von unterschiedlichen Ausbildungen angibt, trägt sicher ein kleines Wissen in sich. Jedoch keine Spezialisierung.

    Es geht vielen Trainern nur darum, möglichst viele Kunden „abzugreifen“. Aber wer möchte denn einen Trainer, der alles nur ein bisschen kennt. Dann doch lieber einen, der seinen Bereich 100% kennt. Oder?

    Mein Lieblingsbeispiel: Du willst ein Auto kaufen. Deine Erwartung: es soll ein Sportwagen sein. Schnell und richtig toll aussehen.

    Wer käme denn dann auf die Idee, sich einen mit schicken Aufklebern aufgemotzten Kombi zuzulegen anstatt eines Ferrari? Denn der Ferrari ist nunmal ein Sportwagen. Der Kombi nicht.

    Meine Philosophie ist, dass meine Kunden mit dem Gefühl aus dem Training gehen, zu wissen, dass sie in den 60min mehr positive Erkenntnisse gewonnen haben, und das Training wertvoller war, als all die Stunden bei anderen sogenannten „Personal Trainern“.

    Diese Aussagen habe ich nun bereits dutzendfach gehört und freue mich jedes mal darüber.

    Schritt 2

    Garantiert der Trainer den Erfolg und kann er das auch irgendwie belegen

    (Titel von Klienten, evtl. Erfahrung im Profisport, Erfahrungsberichte etc.)

    Personal Training im Leistungssport - hier: Judo
    Personal Training im Leistungssport – hier: Judo

    Trete in Kontakt und stelle dem Trainer die oben genannte Fragen und analysiere, ob die Antworten mit Deinen Vorstellungen übereinstimmen:

    Erst dann solltest Du Dir überlegen, was Dir diese Dienstleistung wert ist.

    Gelegentlich habe ich Kundenanfragen, die von mir zwar eine hochwertige Ausbildung erwarten (Studium, praktische Erfahrung im Leistungssport, viele positive Kundenrezensionen etc.), jedoch am Ende dann behaupten, dass der Preis für das Training viel zu hoch sei.

    Folgende Hintergründe sollte man sich als Kunde ebenfalls vor Augen führen:

    Hat der Coach bereits Jahre Erfahrung angesammelt, ist das „goldwert“. Erfahrung kann man in keinem Studium lernen. Das Studium ist Theorie. Erfahrung ist Praxis.

    Zudem sind einige Trainer, so wie ich, nicht über ein Wochenendseminar zum Trainer geworden. Der Weg begann bei mir vor nunmehr 20 Jahren.

    Auf unzählige Stunden in Trainingsräumen und über Bücher bzw. PC gebeugt folgten dann auch die fachlich anerkannten Ausbildungsgänge des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), des BVDG  (Bundesverband Deutscher Gewichtheber) sowie des WR (World Rugby). Mein Weg zum Profitrainer war also länger als alle Studiengänge, die im Sportbereich angeboten werden.

    Hinzu kommt eine unfassbare Zahl von Stunden in denen ich selbst trainiert und ausprobiert habe.

    Aber Vorsicht: ein Trainer, der selbst viele Titel in seinem Sport errungen hat, ist nicht zwangsweise auch ein guter Trainer! Und umgekehrt: Wer keinen Titel errungen hat, ist nicht zwangsweise ein schlechter Trainer. Ich habe viele Spitzentrainer kennengelernt, welche nie in der Nationalmannschaft oder Bundesliga gespielt haben. Doch all diese Leute hatten mit Leidenschaft sehr viel Hintergrundwissen und Erfahrung angehäuft.

    Leidenschaft ist das, was mein Training ausmacht. Authentizität sollte definitiv gegeben sein. Ein Trainer, der seinen Beruf lebt!

    Jahrelang dachte ich: wenn ich Trainer werden will, muss ich studieren.

    Aber ist ein Studium wirklich das, was einen Personal Trainer ausmacht?

    Ein erfolgreicher und Trainer mit dem ich einst zusammenarbeiten durfte sagte mir folgende Worte: (frei nach Rainer Maria Rilke)

    Mark, wenn Du Trainer werden willst, Du morgens aufwachst und an nichts anderes denken kannst als an Training. Dann bist Du doch bereits Trainer.

    In diesem Sinne

    Euer Coach

    Mark

  • Wichtigkeit von Krafttraining verstehen…

    Wichtigkeit von Krafttraining verstehen…

    In den letzten Monaten habe ich in den sozialen Netzwerken viele Beiträge und Bilder über die Wichtigkeit von Krafttraining im Gesundheitswesen gesammelt.

    Die positive Bestätigung nimmt rapide zu. Viele Mythen und lustige Behandlungsmethoden, die nachweislich ohne Effekt bleiben, stehen nun im soliden Gegensatz zu den realtiv leicht nachweisbaren Resultaten eines Krafttrainings.

    Auch im Bereich der Physio- und Psychotherapie wird es neuerdings eingesetzt und zeigt tatsächlich Resultate, die bislang mit den herkömmlichen Medikamenten erreicht wurden. Das Krafttraining jedoch hat keine negativen Nebenwirkungen (mit Ausnahme von Muskelkater).

    Einsatz in der Psychotherapie

    Ein Beispiel: Ich habe zweimal wöchentlich eine Patientin mit Depressionen. Als sie zu mir kam war sie schüchtern und natürlich noch nicht ganz sicher, was sie im Gym erwartet.

    Sie berichtete mir von den alltäglichen Problemen, die Depressionen mit sich bringen. Zudem leidet sie unter massiven Ängsten vor großen Menschenmassen. Selbst 7 Sportler im Gym sind schon zu viel.

    Wir trainierten 4 Monate jeweils 1-2x pro Woche. Es gab Unterbrechungen aber grundsätzlich folgte sie dem Trainingsrhythmus.

    Irgendwann bemerkte sie nebenbei, dass sie eigentlich schon wieder einen leichten Schub (Depression) habe, jedoch diesmal sich nicht im Bett oder in der Wohnung verkriechen wollte. Sie hatte Lust auf das Training und ganz besonders auf das Glücksgefühl, wenn sie es voll „durchgezogen“ hat.

    Das Krafttraining war ihr Rettungsseil.

    Einsatz in der Physiotherapie

    Ich arbeite derzeit mit gleich 3 „schweren“ Fällen an dem Aufbau ihrer Lebensqualität. Meine Philosophie ist: „je stärker du bist, desto leichter fällt dir dein Alltag!“

    In der Tat gibt es für mich selbst im Alltag kaum eine körperliche Herausforderung. Und mit diesem Grundsatz möchte ich auch den Menschen helfen, die durch Fehlhaltung (ob durch Arbeit oder Sport) in einen Kreislauf aus Schmerz und Resignation gefangen wurden.

    Beispiel 1: IT- Techniker, mit bereits 5 Bandscheibenvorfällen von denen 2 operativ behandelt wurden. Ein großartiger Typ, der natürlich mit massiven Einschränkungen in seinem Alltag zu kämpfen hat. Um mich generell abzusichern, schickte ich ihn zusätzlich noch zu dem Physiotherapeuten meines Vertrauens. Dieser bestätigte mich darin, dass wir zunächst mit Technik erlernen optimal beraten sind.

    Technik erlernen heisst: Du erlernst Deinen Körper optimal zu nutzen. Beispiel die Hüftkippung. Diese ist wichtig um beim nach vorne beugen ein leichtes Hohlkreuz hinzubekommen. Dieses Hohlkreuz entlastet und stabilisiert den unteren Rücken und sichert so eine gesunde Grundlage für die Hebung/Beugung.

    Einsatz im Sport

    Viele Sportarten meiden Krafttraining noch immer. Die irrwitzigen Ausreden dafür sind mein Alltag. Ich kenne sie alle. Und ich habe jede Ausrede schon einmal gehört. Um es kurz vorweg zu nehmen: Es gibt keinen Grund, nicht sportwissenschaftlich, noch aus irgendwelchen ernstzunehmenden Erfahrungsberichten, welcher die Vermeidung von Krafttraining (egal für welchen Sport) rechtfertigen könnte. Jeder Sport profitiert direkt oder indirekt vom soliden Krafttraining (speziell vom Training mit freien Gewichten; Langhanteln & Kurzhanteln)

    In meinem kurzen Video erläutere ich dazu noch ein paar Hintergründe. Das große Problem ist, dass derzeit durch die Fitnessindustrie unglaublich viel „Schrott“ auf den Markt gebracht wird, dass die Konsumenten, sofern sie sich nicht weitreichend informieren und fortbilden, komplett überfordert sind und jeden Unsinn glauben, der ihnen aufgetischt wird.

    Ich könnte jetzt unzählig viele Bespiele für solche Trainingsmittel und Methoden aufrufen, welche ich in den letzten 20 Jahren als die ultimativen Wundermittel angepriesen, auftauchen und wieder in der Versenkung verschwinden gesehen habe.

    Nicht eines davon hat gehalten, was es versprochen hat. Einzig und allein die freien Gewichte bestehen noch heute als bestes Trainingsmittel überhaupt und geben diesen Rang bei Kennern und echten Sportlern niemals ab.

    Ein weiterer schwerwiegender Grund für die Verweigerung von Krafttraining mit freien Gewichten ist letztendlich die mangelnde Ausbildung im medizinischen Bereich. Dort wird häufig empfohlen „auf keinen Fall schwere Lasten zu heben und sich zu schonen“. Oder das allseits beliebte: „Krafttraining wäre zu gefährlich“

    In meinen Workshops und auch in meinem täglichen Training möchte ich euch das näherbringen. Lasst euch begeistern und arbeitet an einem starken Körper, der euch noch sehr viel Freude bereiten wird.

    Euer Coach

    Mark