Autor: Natascha

  • Trainerausbildung Basic Lifts 2017

    Trainerausbildung Basic Lifts 2017

    Wenn mich künftig Kunden und Freunde fragen wie meine erste eigene Trainerausbildung war, dann werde ich antworten: Ein Megaerfolg!

    Es begann bereits mit den Vorbereitungen. Im November kündigte ich diese Trainerausbildung an, weil an mich herangetragen wurde, dass ich doch bitte mal mein Wissen und meine Philosophie über das Krafttraining noch mehr unter die Leute bringen soll.

    Da in kürzester Zeit die Anzahl der Interessenten stieg, entschloss ich, ein Konzept zu entwickeln, um in möglichst kurzer Zeit, möglichst viel Wissen weiterzugeben.

    So entstand das Grundgerüst und die einzelnen Bausteine.

    Ich entwarf einen Zeitplan, entwickelte eine Themenstruktur für die Theorieeinheiten, schrieb ein Begleitheft und sorgte für den Druck. Am Ende organisierte ich noch die Mahlzeiten, die wir dann gemeinsam einnahmen und währenddessen noch mehr als Gruppe zusammenwachsen sollten.

    An dem letzten Wochenende war es dann endlich soweit. Und meine Nervosität hielt sich in Grenzen. Was jedoch immer mehr wurde, war die innerliche Unruhe, ob auch alles gut laufen würde, ob ich etwas vergessen habe, oder ob die Teilnehmer auch wirklich alles gut verstehen, um zufrieden nach Hause zu gehen.

    Das sollte sich alles als unbegründet herausstellen. Allein am ersten Abend, Freitag 18-20 Uhr Theorie, lief alles wie am Schnürchen.

    Zum einen fanden alle Teilnehmer den Raum, den ich freundlicher Weise von meinen Sportfreunden des NRV (Niedersächsischer Rugby Verband e.V.) zur Verfügung gestellt bekommen habe, sowie die Masse an Informationen tatsächlich auf die Minute genau in den engen Zeitplan zu quetschen.

    Zwar ist ein Theorieabschnitt am Freitagabend nicht ganz ohne, aber alle haben mitgezogen und es gab kein gelangweiltes Gähnen oder genervte Blicke auf die Uhr.

    Samstag:

    Dieser Tag startete früh. Ich besorgte noch Obst und Wasser, da wir einen wirklich langen Tag im Gym vor uns hatten. Begonnen haben wir jedoch wieder in den Räumlichkeiten des Schwalbe Döhren e.V., in dem der NRV beheimatet ist.

    Auch hier passte die Theorieeinheit minutiös in meinen Zeitplan. Um 11:15 machten wir uns dann auf in Richtung Powersports Gym, um vorher noch einen Abstecher in die urige Traditionsgastronomie Ricklinger Gasthaus Anno 1901 für ein super Essen zu unternehmen. Und das ist in der Tat empfehlenswert.

    Im Anschluß ging es dann zurück zum Praxisteil. Zunächst starteten wir mit der Vorbereitung auf die Übungen. Der FMS (kurze Version des langen Originaltests) standen zunächst auf der To-Do Liste.

    Teilnehmer beim Ausprobieren
    Zeigen wie es geht und auch mal auf den Hintern setzen

     

    Die Basic Lifts (Kniebeuge und Kreuzheben) standen auf dem Programm. Es wurde erklärt, probiert, experimentiert.

    sehr gute Kniebeuge!!!!
    wie eine wirklich gute Kniebeuge auszusehen hat demonstrierten die Teilnehmer selbst

     

     

    Kreuzheben
    Kreuzheben probieren und optimieren

    Eine bunte Gruppe bestehend aus Rugbyspielern, Hockeytrainern, Hobbykraftsportlern, Radsporttrainern und Sportwissenschaftlern trainierten gemeinsam und wuchsen in kürzester Zeit zu einer Einheit zusammen. Es wurden Geschichten erzählt und Erfahrungen geteilt.

    Zudem hatten offenbar alle viel Spaß. Gelegentlich konnte ich mit kleinen Annekdoten aus meiner Zeit als Trainer im Profisport punkten.

    meine Geschichten aus dem Leben sorgten tatsächlich für Heiterkeit

    So verflog die Zeit dann doch schneller als gedacht. Im Anschluß gab es noch ein kleines Highlight.

    Die Teilnehmerin und meine gute Sportfreundin Claudia gab uns einen Einblick in ihre „Recovery- Methoden“. Ihre eigene Schule (Yogastyle) befasst sich grundsätzlich mit Spiraldynamik und vielem mehr. Also kein klassisches Yoga wie man es kennt. In Hannover übrigens einzigartig und durchaus einen (oder mehrere Besuche) wert!

    Sprialdynamik
    Spiraldynamik mit Spaß

    Mit einer sehr „einfachen“ Variante schickte uns Claudia dann fast in das Reich der Träume. Nach diesem Tag war ich glücklich einmal nicht die Führung der Gruppe übernehmen zu müssen. Die Gestaltung lag allein bei meiner Sportfreundin und ich konnte mitmachen ohne nachzudenken. Das führte jedoch bereits nach kürzester Zeit dazu, dass ich fast einschlief während wir uns „entspannen“ sollten.

    Egal. Der Tag war geschafft und wir besprachen die organisatorischen Abläufe des nächsten Tages. Wir verabschiedeten uns und, soweit ich gehört habe, fielen alle erschöpft und zufrieden ins Bett.

    Sonntag:

    Dieser Tag startete mit einer zweistündigen Theorieeinheit über die Gestaltung von Trainingsplänen. Wir besprachen einige wichtige zu beachtende Bestandteile, die häufig in den Plänen im Internet, den Fitnessstudios etc. fehlten, missachtet wurden oder schlichtweg falsch sind.

    Da der Anfang gemacht wurde, ging es über zu den Basic Lifts für den Oberkörper. Bankdrücken und Rudern vorgebeugt (bzw. auch das Bankziehen) wurde besprochen, gezeigt und ausprobiert.

    Und schon war es wieder Zeit zum Mittag. Erneut spazierten wir zum wirklich tollen Ricklinger Gasthaus Anno 1901 um unseren Hunger zu stillen. Auch diesmal entstanden viele Gepräche und man hörte auch einige Annekdoten aus vergangenen Zeiten.

    Die familiäre Atmosphäre täuschte darüber hinweg, dass wir uns eigentlich auf einer Trainerausbildung befanden.

    Den Abschluß des Lehrgangs fanden wir dann in den Basic Lifts Dips und Klimmzug sowie einigen Coreübungen. Die Teilnehmer und meine Wenigkeit besprachen die Lehrgangstage, die Inhalte und die Eindrücke.

    Im Anschluß sorgten wir noch für ein Abschlußfoto und was mich wirklich begeisterte, waren die Verabschiedungen der Teilnehmer, die schon wie eine Gruppe agierte, die bereits seit einigen Jahren zusammen Lehrgänge besuchte.

    Meine Beurteilung des Lehrgangs fällt ähnlich aus wie die der Teilnehmer: Es war großartig!

    Deshalb bedanke ich mich bei allen Teilnehmern für diesen in der Tat erfolgreichen Lehrgang.

    Euer Coach
    Mark

     

  • Mit einfachsten Mitteln zum Ziel! Garantiert

    Wer meinen Weg über die letzten Jahre verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass ich stets vom Training mit freien Gewichten spreche.

    Der Grund ist einfach!

    Als ich vor 20 Jahren im Alter von 18 startete, hatte ich schlicht und ergreifend kein Geld für Maschinen. Zudem war auf dem Dachboden meiner Eltern kein Platz. Denn um den ganzen Körper zu trainieren hätte ich sicher ein Dutzend Maschinen gebraucht. Wenn nicht sogar noch mehr.

    Meine Idole waren zu der Zeit: Arnold Schwarzenegger (Er ist es noch heute!), Reg Park, Steve Reeves, Lou Ferrigno, Franco Columbu und viele mehr. Das goldene Zeitalter des Bodybuildings faszinierte mich.

    Nun, die Entscheidung sich ein paar Kurzhanteln und eine Langhantel mit Gewichten zu kaufen, zudem noch eine Hantelbank und Kniebeugenständer lag damit auf der Hand. Es war günstiger und sparte unglaublich viel Platz.

    Ich erinnere mich noch genau, als mein Vater, nichtsahnend was ihm bevorsteht, und ich, gemeinsam einige 20 kg Gewichtscheiben mit der Straßenbahn transportierten. Rückblickend war es von mir äußerst schlecht durchdacht. Aber ich kann mich jetzt darüber amüsieren. Die Scheiben habe ich noch heute und sie haben mir in den Jahren gute Dienste geleistet. Ich habe ihnen sehr viel Muskeln und Kraft zu verdanken.

    Als ich mit dem Training begann, wollte ich unbedingt groß und stark werden. Eigentlich war mir am wichtigsten, ein massiger Typ zu werden, den die Leute respektierten. Und ich musste es ja ohne Maschinen schaffen. Anfänglich dachte ich: ich werde es nicht schaffen ohne Maschinen. Aber ich probiere es mit den Hanteln. Mal sehen, ob ich irgendwo Trainingspläne mit freien Hanteln finde.

    Und in der Tat, diese gab es. Zu der Zeit war das Internet noch nicht die Quelle allen Wissens. Interessierte Menschen kauften sich Bücher und Zeitschriften. Und das tat ich auch. Einige der Bücher, die ich im Laufe meiner Kraftsportkarriere verschlungen habe, stehen auf meiner Seite als Buchempfehlungen.

    Ein Buch hatte es mir anfänglich besonders angetan. „Kraft- und Bodybuilding“ von Bernd Göddecke. Ein großartiges Buch, welches ich auch heute noch sehr gerne lese. Darin enthalten sind viele wertvolle Tipps und interessante Tatsachen, welche auch heute noch aktuell sind.

    Was mich besonders begeisterte, waren die graphisch dargestellten Übungen mit den freien Gewichten. Und es war nicht eine Übung darin enthalten, welche mit Maschinen ausgeführt wurde.

    Ich machte mich also ans Werk und trainierte mich täglich halb zu Tode. Eine tolle Zeit. Muskelkater, komplette Erschöpfung und viel Resignation, weil es nicht schnell genug gehen konnte.

    Im Sommer, bei zeitweise 45° C unter dem Dach, im Winter bei fast 0° C… ich trainierte. Ich trainierte so motiviert und ehrgeizig wie noch nie zuvor oder danach in irgendeiner Aufgabe meines Lebens. Rückblickend hätte ich den selben Ehrgeiz vielleicht auch in der Schule entwickeln sollen, aber das lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Hinterher ist man immer schlauer.

    Die Hölle aus Schmerz und Ehrgeiz war für mich der Himmel. Je schlimmer ich mich fühlte, desto glücklicher war ich.

    Hätte ich mein Wissen von heute gehabt, wäre ich sicher schneller zum Ziel gekommen. Aber so musste ich alle Fehler, alle Pläne selbst erproben und auf ihre Wertigkeit prüfen.

    Fehler haben mir geholfen zu lernen. Sie haben mich zu dem Trainer gemacht, der ich heute bin. Kaum eine Bewegung habe ich nicht schon in zig Varianten ausgeführt und daraus die Optimale herausgefiltert.

    All das, weil ich nie an Maschinen trainiert habe, sondern immer und ausschließlich an freien Gewichten.

    Selbst heute, wenn ich die Möglichkeiten und den Zugang zu Maschinen habe, nutze ich sie zu 95% nicht. Vielleicht, am Ende eines Trainings noch ein paar Bewegungen aber das ist wirklich selten. Einzig der Seilzug für den Latissimus ist akzeptabel.

    Meine heute (derzeitiger Stand) 107 kg Körpergewicht (von anfänglich 75 kg bei 190cm Körpergröße) habe ich nur mit Kurzhanteln und Langhanteln aufgebaut. Und dazu noch mit weniger ausgefallenen Übungen als viele glauben. Wer meinen Trainingsplan sieht wird denken: das stimmt nicht. Das kann nicht sein. Er verschweigt etwas.

    Mit ca 15 Jahren und ca. 72 kg Körpergewicht
    Mit ca 15 Jahren und ca. 72 kg Körpergewicht


    107 kg Körpergewicht


    HIT Training machte mich wirklich breit
    HIT Training machte mich wirklich breit

    Aber das ist nicht der Fall. Genauso langweilig, so geradlinig und steif, wie mein Plan wirkt, mindestens doppelt so effektiv ist er gegenüber allen anderen Trainingsmethoden, die auf Maschinen basieren.

    Man sieht also: Man braucht kein großes Budget, keine besondere Räumlichkeit um eines Tages ein starker und muskulöser Athlet zu werden.

    Einzig und allein den Willen und das Durchhaltevermögen eines siegessicheren Menschen sind notwendig, um die Muskeln aufzubauen, die man sich so sehnlich wünscht.

    Ich kann also hier jedem angehenden jungen Sportler versichern: Wenn du groß und massig werden willst, im Rahmen deiner genetischen Möglichkeiten, wirst du dein Ziel erreichen. Du brauchst nur Kurz- und Langhanteln und den eisernen Willen!

    Übrigens: ich habe das, was ich erreicht habe, ohne jegliche Steroid- oder treuere Supplemente geschafft. Ich hatte weder das Geld für diese Sachen noch den Willen mich körperlich zu ruinieren.

    Einzig eine Sache ist es, die ich heute anders machen würde. Ich hätte mir einen Trainer gesucht, der mir genau diese Sachen beibringt und mich schneller ans Ziel geführt hätte. (auch heute, wo ich Geld für Supplemente habe, nutze ich sie nur sehr selten. Eine optimale Ernährung ist wichtiger! Denn wie der Name schon sagt: Es sind Supplemente; Nahrungsergänzungen, kein Nahrungsersatz, was uns die Industrie jedoch glauben machen möchte.)

    So hat es Jahre gedauert. Auch wenn es wirklich viel Spaß gemacht hat, aber ich würde zu einem gesunden und kürzeren Weg, angeleitet von einem echten Coach, sicher nicht nein sagen.

    Wer also meine Artikel liest, meine Trainingspläne kauft und mich als Personal Trainer bucht, der wird auch immer 100% das bekommen, was er von mir erwartet. Ich verkaufe nicht nur ein Produkt, ich lebe es, habe es meine gesamte Karriere hindurch eisern gegen jeden Widerstand verteidigt und es erfolgreich zu dem gemacht, was es jetzt ist: Ein unschlagbares, effektives und gesundes Mittel für alle Anfänger, Amateure und Profisportler.

    Was mich am meisten freut: derzeit erfährt das Training mit freien Gewichten eine goldene Renaissance. Immer mehr Kunden aus den schicken Fitness- und Wellnesstempeln buchen mein Training im Powersports Gym, weil sie gemerkt haben, dass die Arbeit an Maschinen und mit schlecht bis überhaupt nicht ausgebildeten Verkäufern, äh, Entschuldigung, Trainern sie in jahrelangem Training keinen Schritt weitergebracht haben.

    Nach einer Session bei mir spürten sie bereits eine deutliche Leistungssteigerung. Die Aussage, die im Anschluss an unsere Trainingseinheiten folgt, ist fast immer dieselbe: hätte ich dich bloß früher gebucht!

    Dein Coach

    Mark

    #sandmannpowersports #fitness #abnehmen #muskelaufbau

    Live im Powersports Gym das echte Training erleben:

    Powersports Gym

    Göttinger Chaussee 109a

    30459 Hannover

  • POWERSPORTS GYM XXL

    POWERSPORTS GYM XXL

    krafttraining-weihnachtenEs ist soweit!

    Das noch größere Powersports Gym ist startklar. Am 1.11.2017 starten wir dann offiziell in den neuen Räumlichkeiten. Damit sich auch alle ein Bild von dem gigantischen neuen Gym machen können, veranstalte ich wie so häufig ein „Open Gym“ Tag.

    Dieser wird im Rahmen meines jährlichen Feiertagtrainings, dem sogenannten „Weihnachtsheben“ stattfinden. Am 24.12. gegen 10 Uhr geht es los. In den letzten Jahren hat sich diese Tradition entwickelt und gehalten.

    Wir trainieren dann gemeinsam und vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Keks/Kuchen zum Fest.

    Powersports Gym XXL

    Ich freue mich schon auf euch und werde bis dahin noch kräftig die Fenster putzen ;o)

  • Videos in Youtube

    Videos in Youtube

    Hier die Übersicht über meine Videos in Youtube.

    Video Nr. 1

    Video Nr. 2

    Video Nr. 3

    Video Nr. 4

    Video Nr. 5

    Video Nr. 6

  • Sportartspezifisches Krafttraining

    Sportartspezifisches Krafttraining

    Passend zu meinem ersten Video auf Youtube möchte ich hier einen kurzen ergänzenden Beitrag verfassen.

    Sportartspezifisches Training

    Im Video findest du einige der Hintergründe erklärt. Falls du es noch nicht gesehen haben solltest, findest du es hier: https://youtu.be/qhMhrZ37260

    Was vielleicht noch ergänzend hinzugefügt werden sollte, wäre die Beantwortung der Frage nach dem Sinn/Unsinn von Übungen, die die Bewegungen aus dem jeweiligen Sport imitieren, diese dann aber mit einer Zusatzlast zu bestücken.

    Heraus kommen häufig sehr merkwürdig aussehende Bewegungen mit einer sehr leichten Zulast (denn meist ist eine schwere Last nicht zu bewältigen). Mein Lieblingsbeispiel ist der Handballer, der mit einer 2 kg Hantel vor dem Spiegel steht und den Wurf imitiert. Da ein Handball 425-475g wiegt, meinte der Spieler, mit einer 2 kg Hantel würde er ja seine Wurfkraft verbessern, wenn er damit trainiert.

    Um meine Kritik an dieser Übung zu verstehen, sollte man zunächst einen kurzen Blick auf zwei Begriffe werfen.

    1. Definition Training
    2. Definition Krafttraining

    Zu Punkt 1

    Training ist der Prozess zur körperlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit einer Person (Patient/Sportler)

    Dieser Prozess bedingt überschwelliger Reize. Was soll das bedeuten?

    Nun. Gerne nehme ich das Beispiel Jonglieren. Nehmen wir an, wir sind in der Lage mit zwei Bällen zu jonglieren. Wenn wir nun unbedingt mit 3 oder mehr Bällen jonglieren wollen, hilft es uns dann, wenn wir mit einem oder mit zwei Bällen jonglieren? Wäre es nicht sinnvoller es auch mit drei Bällen zu probieren? Und, wenn wir das können, dann mit vier (usw.)? Oder anders gefragt: wer meint denn, dass er irgendwann 4 Bälle jonglieren kann, wenn er in jeder Übungsstunde lediglich zwei Bälle benutzt?

    Training ist nichts anderes als unsere „Forderung“ an den Körper etwas zu lernen und sich an die Belastung/Forderung/Aufabenstellung anzupassen.

    Muskelwachstum ist nichts anderes. Für Kraftzuwachs gilt dies ebenfalls.

    Kommen wir zu Punkt 2

    Wann sprechen wir überhaupt von Krafttraining?

    In der Sportwissenschaft wird allgemein von einem Widerstand gesprochen, der mindestens 50% der Maximallast entspricht. Beispiel: Ein Mann kann 100 kg in 1 RM (Maximalwiederholung) drücken. Um überhaupt von Kraftraining sprechen zu „dürfen“ muss er also mit mindestens 50 kg trainieren.

    Ich gehe soweit, dass wir im Spitzensport (mit gut ausgebildeten Athleten) sicher eher von 60-70% Minimum sprechen sollten.

    Was heisst das für unser Beispiel mit der Hantel und dem Werfer?

    Die Bewegung ist definitiv kein Krafttraining. Der gesetzte Reiz ist zu gering (unterschwellig)

    Folglich kann und wird daraus kein Kraftzuwachs entstehen. Kein Kraftzuwachs -> Kein Leistungszuwachs

    Ein weiterer Faktor: insbesondere solche Übungen (hier Würfe) sollten nicht mit einer Zusatzlast absolviert werden, da die Bewegung dadurch unkontrollierbar wird und eher zu Verletzungen führen kann. Zudem könnte es sogar zu einer Änderung der beabsichtigten Bewegung kommen, da wir ja dann „verkrampfter“ werfen. Probiert es aus. Nehmt einen Ball und werft ein paar mal. Dann nehmt eine Hantel und probiert mal den Wurf auszuführen. Fühlt sich etwas steifer an, oder?

    Oder noch besser: soll ein Fußballer mit einem Medizinball flanken schlagen um mehr „Kraft“ in seinen Schuß zu bekommen??? (ACHTUNG: BITTE NICHT VERSUCHEN!!!!) Wer wäre so dumm das zu probieren?

    Was sollte der Werfer nun anstelle dieser Übung trainieren?

    Ganz einfach: im Video habe ich bereits erklärt, dass wir im Krafttraining schlicht und ergreifend eine Basis, ein Fundament für die geforderten Übungen der Sportart legen. Wir wollen nicht direkt auf die Bewegung Einfluß nehmen sondern sozusagen die Rahmenbedingungen verbessern.

    Also sollte der Werfer eine funktionale Verbesserung der Kraftwerte im Bereich der Schulter, des Rumpfes und des Arms erreichen.

    Eine großartige Übung hierfür ist beispielsweise das Schwungdrücken aus dem Gewichtheben. Diese Übung trainiert Rumpf-, Schulter- und Armmuskulatur und das zudem in einem hochgradig „funktionellen“ Bereich, denn das Zusammspiel der Muskeln muss sich verbessern. Diese Verbesserung (auch durch Kraftzuwachs zu erkennen) dient dann letztendlich dem Wurf.

    Eigentlich ganz einfach, oder?

  • Recovery (Teil 1)

    Recovery (Teil 1)

    Das Thema Recovery ist bisher in Deutschland noch nicht wirklich angekommen. Es wird ständig über die Trainingseinheiten diskutiert, Trainingshäufigkeit usw.

    Selten oder sogar nie wird der Focus auf die Be- und dann die entsprechende Entlastung gelegt. Zudem ist wenigen bekannt, dass Recovery (Erholung/Wiederherstellung) mehr als nur hinsetzen und relaxen ist.

    Es gibt viele Formen und es gibt sie in unterschiedlicher Wertigkeit. Bedeutet: ein Spaziergang hat zwar eine gute Wertigkeit, aber beispielsweise eine BlackRoll Session am Abend nach einer schweren Trainingseinheit ist deutlich mehr „wert“.

    Ich arbeite gerne mit RPE (Rated Perceived Exertion; dazu in einem späteren Artikel mehr) und einer Recovery Tabelle. Dort werden Maßnahmen nach ihrem positiven Effekt mit Punkten bewertet.

    Eisbäder nach direkter Belastung (z.B. Spiel in einem Turnier) hätten auf der Bewertungsskala 10 oder sogar 15 Punkte.

    Kombiniert mit einer Foam Roller Session (BlackRoll) hätte man bereits 20 oder 25 Punkte (sofern beide mit 15 Punkten bewertet werden sogar 30 Punkte) von 100 zu erreichenden Punkten abgearbeitet.

    Im Winter sind die Bäder zugegeben recht gewöhnungsbedürftig. Aber auch mit heissen Bädern (34°C) wurden positive Effekte nachgewiesen. Im Winter kann man also durchaus auch die heissen Bäder nutzen.

    Was jedoch nichts bringt, sogar kontraproduktiv wirkt ist die klassische Sauna. Warum? Ganz einfach: der Körper erholt sich nicht sondern im Gegenteil: ist die Temperatur zu hoch und für den Körper zu lange auf einem unnatürlichen Level, beginnt die Stressproduktion. Der Körper versucht wieder herunterzukühlen. Das kostet Energie!

    Das Schwitzen ist noch ein weiterer sehr negativer Punkt: Wir verlieren dadurch nicht nur Flüssigkeit sondern auch die so wichtigen Elektrolyte. Und dann wird es für den Muskel auch schon kontraproduktiv. Ein leichtes Anschwitzen ist erlaubt. Aber auf den Flüssigkeitshaushalt achten und die Elektrolyte nicht vergessen.

    Und: im Gegenteil zu der allgemeinen Meinung die Sauna würde abhärten… es gibt keine Studie die das belegen könnte. Machen wir uns also nichts vor.

    Zudem kann man mit Kleinigkeiten ebenfalls viel erreichen. Ich habe mir, zu der offiziellen Bewertung noch einige kleine Recovery Maßnahmen hinzugefügt. Mir tun beispielsweise Spaziergänge mit meinen Hunden unglaublich gut. Ich fühle mich danach immer frei und erholt. Offenbar relaxt mein Körper dabei.

    Schlafen ist ein weiterer Punkt der wichtig ist. Wieviele Stunden man schläft und sogar wann. Es bringt dem Körper nichts, wenn ein Sportler nach 1 Uhr nachts schlafen geht. Dann ist der beste Zeitpunkt zur Erholung und dem Wachstum/Leistungszuwachs vertan. Dies hat mit der Zikandiane Rhythmik zu tun. (hierzu werde ich noch einen Artikel erstellen)

    Ein paar Empfehlungen möchte ich bereits jetzt abgeben:

    • Geht nicht später als 22 Uhr schlafen.
    • vermeidet LCD Licht (Smartphone, Notebook etc.) mind. 1 Std. vor dem zu Bett gehen
    • esst nicht zuviel schwere Sachen
    • sorgt für eine angenehme Schlafhygiene (z.B. sauberes Bett, keine Lichteinflüsse, angenehme Raumtemeratur)
    • wer Einschlafprobleme hat kann mit warmer Milch + Honig nachhelfen
    • nehmt Probleme nicht mit ins Bett. Sorgt dafür, dass sie vorher gelöst werden oder schreibt sie auf und bearbeitet sie am nächsten Tag

    Es ist wichtig, dass mindestens 6 Stunden Schlaf eingehalten werden. Neuesten Studien zufolge ist sogar der direkte Bezug der Dauer des Nachtschlafs auf die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung gegeben.

    Beispiel: wer nur 6 Std. schläft begibt sich in die doppelt so hohe Wahrscheinklichkeit sich zu verletzen, als ein Sportler der 8 Std. schläft.

    Ein Trick um seine Reserven an schweren Tagen schnell wieder aufzufüllen ist das Powernapping. In den Zeiten zwischen 10-20min wurde eine sehr schnell verbesserte Bereitschaft und Energie nachgewiesen. Außerdem ist man danach nicht so erschlagen wie nach einem langen Schlaf.

    Aber Vorsicht! Nicht darauf verlassen und nicht denken, dass mit einem Powernap der Nachtschlaf ausgespart bleiben kann. Der ist nach wie vor wichtig und unersetzlich.

    Zu den kleinen Dingen die wir selbst als Erholung einschätzen. Bitte niemals den Fehler machen und denken, das „kühle Bier nach dem Spiel/Training“ wäre eine Erholung. Wir sollten nicht vergessen, dass Alkohol immer eine Vergiftung darstellt. Der Körper muss dagegen ankämpfen (Leber/Nieren).

    Wer also nach einem extrem schweren Training oder einem Spiel meint, er müsse sich zunächst ein Bier gönnen, der hat die ganze Einheit umsonst absolviert. Denn es wird kein ordnungsgemäßer Wiederherstellungsvorgang im Körper angeschoben, sondern lediglich ein „verdammt-ich-muss-das-Zeug-wieder-rauskriegen“-Vorgang. Und damit hat es sich dann auch schon mit der Effektivität.

    Besser wäre:

    • achtet während des Trainings auf die Hydration
    • direkt nach dem Training (optimal 500ml entrahmte Milch, da Milch besser hydriert als nur Wasser)
    • im Anschluss an die Milch direkt etwas essen (proteinreich)
    • daraufhin möglichst bald duschen (heiß/kalt) oder ein Kältebad, oder Wärmebad
    • bei extrem schweren Einheiten auch gerne danach direkt ins Bett und schlafen

    Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in den Bereich Recovery bieten. Gerne dürft ihr mich anschreiben und Fragen stellen.

    Mit sportlichen Grüßen

    Euer Coach

    Mark

  • OPEN GYM… zum letzten mal…

    OPEN GYM… zum letzten mal…

    Es gibt noch freie Plätze für das OPEN GYM am Samstag den 19.03.

    Wir starten um 10 Uhr.

    Lasst uns gemeinsam Abschied nehmen vom Powersports Gym.

    Gebt mir kurz Bescheid ob ihr dabei seid: info@sandmann-powersports.com

    Ich freue mich auf euch.

    Mark

  • Fettverbrennung ankurbeln

    Fettverbrennung ankurbeln

    Fettverbrennung ankurbeln

    Kurz, schnell und effektiv!

    *WARNUNG* Dieses Programm ist wirklich hart!

    Wer in den nächsten Monaten mit einem Lauftraining beginnt um sich für den Frühling in Form zu bringen sollte bedenken: es ist effektiver kurz und intensiv zu arbeiten als lange und mit geringer Intensität.

    Probiert es aus!

    Nur 2 Trainingseinheiten in der Woche!

    Aufwärmen

    Macht das, was ihr immer tut… denkt aber bitte daran, gleich wird es hochintensiv. Also bitte alle Muskeln auf Betriebstemperatur bringen. Und für Anfänger: Wählt längere Pausen bis ihr in Form seid. Überschätzt euch nicht und unterschätzt nicht die Intensität des Programms.

    Ein leichtes, also sehr kurzes „reindehnen“ in die Zielmusklatur (Beine) ist angemessen.

    Die vorgesehenen Läufe können auch mit geringer Intensität zum Erwärmen abgearbeitet werden.

     

    Übung 1

    2 x 25m

    2x 50m

    2x 75m

    2x 100m

    2x 400m

    so schnell wie möglich sprinten!

     

    2 Min Pause zur nächsten Übung. Trinken und mentale Vorbereitung auf die nächste Übung.

     

    Übung 2

    eine Strecke von 15m abstecken

    20 Sek Sprint von Hütchen zu Hütchen. Bei jedem Richtungswechsel ein Liegestütz

    Dann 20 Sek Pause. Das ganze dann 6x

    Dann 1 Min Pause und noch einmal 20 Sek on/ 20 Sek Pause x 6

     

    2 Min Pause zur nächsten Übung. Trinken und mentale Vorbereitung auf die nächste Übung.

     

    Übung 3

    10m Sprint und zurück zur Startline, direkt danach 30m Sprint und zurück

    Jeder Sprint möglichst unter 20sec., also möglichst schnell und insgesamt 9x

    Trinken und lockeres „ausgehen“. (Ca. 8 min langsames gehen). Danach ein Dehnprogramm für die Beine, Hüfte und Waden absolvieren.

    Dann ist es geschafft! Kurz und effektiv!

  • Krafttraining und Kraftübungen für Läufer

    Krafttraining und Kraftübungen für Läufer

    Die Zeit für das Outdoor Laufen ist schon wieder in Sicht. Die Vorbereitung ist äußerst wichtig für ein gesundes und erfolgreiches Training.

    Krafttraining und Kraftübungen für Läufer benötigt nicht viel. Jedoch sollte auf folgende Faktoren geachtet werden:

    1. Ökonomisch trainieren. Bedeutet: Zeitsparend und mit maximalem Effekt für Stabilität und Leistung.
    2. Chronischen Problemen („Läuferknie“, Rückenschmerzen) schnellstmöglich entgegenwirken.
    3. Für jeden Läufer nach kurzer Lernphase durchführbar sein.

    Für diese Aspekte steht das Training mit mir als Coach.

    Ich bringe die Grundlagen des Krafttrainings in wenigen Stunden bei und erarbeite einen individuellen Kraftplan für den Klienten.

    Ein besseres Körpergefühl wird bereits nach der ersten Einheit spürbar! Die Leistungsfähigkeit wird zunehmen!

    Was ich will:

    1. sie als Kunden schnellst- und bestmöglich ausbilden
    2. keine Trainingseinheiten mit langatmigen Tests vergeuden
    3. Kosten für sie möglichst gering halten
    4. maximalen positiven Effekt auf Gesundheit und Leistung

    Meine Vorleistung:

    Schriftliche oder telefonische Terminabsprache zur unverbindlichen und kostenlosen „Analyse“ der körperlichen Voraussetzungen des Kunden + Beratungsgespräch

    Erst, wenn sie sich danach zu einem Personal Training entscheiden vereinbaren wir einen Termin und starten mit dem Training.

  • Olympic Lifts für Rugby Seminar 16.01.2016

    Olympic Lifts für Rugby Seminar 16.01.2016

    Olympic Lifts
    Phil Szczesny mit der Startstellung

    Ein frohes neues Jahr wünsche ich allen Anhängern, Sportlern und Trainern von sandmann-powersports.

    Am 16.01.2016 beginnt um 10 Uhr das erste Seminar in einer langen Liste von Fortbildungen die ich künftig anbiete.

    Der Schwerpunkt liegt hier, wie der Seminarname schon sagt, auf den Olympic Lifts mit der Schwerpunktsetzung „Nutzen für Rugby“. Wieso weshalb warum wir diese Lifts brauchen und wie wir sie am besten lernen werden wir hier erarbeiten.

    Unser 7s Nationalspieler Phil Szczesny demonstriert bereits eine sehr ordentliche Technik. Diese basiert auf einer Lernphase und der Aufbauphase. Wie in meinem Buch „Krafttraining für Kinder und Jugendliche“ beschrieben, starten wir auch im Erwachsenenalter bei den Olympic Lifts mit dem Positionstraining und den einzelnen Lernstufen. Auch hier steht Qualität vor Quantität.

    Bislang sind insgesamt 8 Teilnehmer angemeldet. Es sind also noch knapp 4 Plätze frei.

    Für Rugbyangehörige liegt der Seminarpreis bei € 40,-

    Für Sportartfremde bei € 60,-

    Seminarort:

    Powersports Gym

    Ferdinand- Wilhelm- Fricke- Weg 2

    30169 Hannover